Josias Gasser
Josias F. Gasser (* 17. November 1952 in Zürich; heimatberechtigt in Chur (Haldenstein); † 9. Oktober 2025[1]) war ein Schweizer Unternehmer und Politiker (GLP).
Biografie
Josias F. Gasser übernahm 1984 das von seinem Onkel gegründete Familienunternehmen Josias Gasser Baumaterialien AG. Er setzte schon früh auf Nachhaltigkeit und legte großen Wert auf Umweltschutz und Umweltverträglichkeit. In seiner Branche galt er als Umweltpionier und engagierte sich früh für Windkraftanlagen. Die bis heute einzige grosse Windenergieanlage Calandawind, im Kanton Graubünden war ein Pionierprojekt von Josias F. Gasser und Jürg Michel.[2]
Gasser war 2008 Mitbegründer der Kantonalpartei der GLP und gründete ebenfalls 2008 die Ortssektion der GLP Chur, um für die Grossratswahlen 2010 gerüstet zu sein. Gasser sass von Januar 2009 bis Dezember 2011 im Stadtparlament von Chur. Von 2010 bis 2014 und 2018 bis 2020 war er Mitglied des Grossen Rats des Kantons Graubünden[3] und des Evangelischen Grossen Rates von Graubünden sowie Co-Präsident des Parlamentarischen Forums für nachhaltiges Wirtschaften.
2011 gelang es Josias F. Gasser, Dank geschickter Listenverbindungen überraschend einen der fünf Nationalratssitze des Kanton Graubünden auf Kosten der FDP zu erobern.[4] Bis November 2015 war er Nationalrat und hatte dort Einsitz in der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen. Er engagierte sich auch auf nationaler Ebene hauptsächlich in der Energiepolitik, etwa für nachhaltiges Bauen. Er war der erste Vertreter der Grünliberalen aus Graubünden im Bundesparlament.
Gasser war zeitlebens ledig und hatte keine Kinder. In der Schweizer Armee war er Korporal.
Weblinks
- Josias Gasser auf der Website der Bundesversammlung
- Alt-Nationalrat Josias Gasser verstorben, grünliberale.ch, 11. Oktober 2025
Einzelnachweise
- ↑ Erster Bündner GLP-Politiker Josias F. Gasser ist tot. In: bluewin.ch. 11. Oktober 2025, abgerufen am 13. Oktober 2025.
- ↑ Calandawind – Josias Gasser Baumaterialien AG. Abgerufen am 13. Oktober 2025.
- ↑ Mitgliederliste Grosser Rat GR 2018-2022 (PDF).
- ↑ «Was für ein Wahnsinn!» In: Südostschweiz. 24. Oktober 2011, abgerufen am 13. Oktober 2025.