Joseph Weiss (Judaist)

Joseph George Weiss (* 10. August 1918 in Budapest; † 25. August 1969) war ein britischer Judaist ungarischer Herkunft, der als bedeutender Gelehrter der jüdischen Mystik und des Chassidismus gilt.[1]

Leben

Weiss besuchte das jüdische Gymnasium in Budapest und studierte anschließend an der Universität. Parallel dazu absolvierte er eine theologische Ausbildung am jüdischen Seminar.

Von 1941 bis 1950 setzte er seine Studien an der Hebräischen Universität Jerusalem fort. Dort befasste er sich mit Geschichte, Philosophie und mittelalterlicher jüdischer Literatur, wobei sein Schwerpunkt auf dem jüdischen Mystizismus unter der Leitung von Gershom Scholem lag.[1]

Anschließend zog er nach England, wo er zunächst Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren an einer jüdischen Schule in Leeds unterrichtete. Seine akademische Karriere setzte er in London, Manchester und Oxford fort, wo er verschiedene Forschungs- und Lehrpositionen innehatte. Er bekleidete schließlich das Amt des Direktors des Institute of Jewish Studies am University College London.[2]

Einzelnachweise

  1. a b Richard Walzer: https://www.liverpooluniversitypress.co.uk/doi/10.18647/567/JJS-1969. In: Journal of Jewish Studies. 1. Juli 1969, archiviert vom Original am 10. Oktober 2025; abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).
  2. Jacob Katz: Joseph G. Weiss: Eine persönliche Einschätzung und Sara Ora Heller Wilensky: Joseph Weiss: Briefe an Ora. In: Ada Rapoport-Albert: Hasidism Reppraised. London und Portland, Oregon 1996; Gershom Scholem und Joseph Weiss: Letters 1948–1964. Noam Zadoff (Hrsg.), Carmel, Jerusalem 2012