Josef Sieber (Gartenbauwissenschaftler)

Josef Sieber (* 30. September 1920 in Werschetz/Banat; † 26. Januar 2011 in Freising) war ein deutscher Gartenbauwissenschaftler. Er wirkte lange an der heutigen Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Forschungsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan. Da er sehr viel über die Züchtung und den Anbau von Rosen lehrte und forschte, wurde er als „Rosenprofessor“ bezeichnet. Er war wesentlich daran beteiligt, dass Freising zur „Rosenstadt“ ernannt wurde.

Leben

Josef Sieber absolvierte in Werschetz eine Gärtnerlehre und arbeitete dort als Gärtnergehilfe in einem städtischen Park mit angeschlossener Gärtnerei, wo er auch schon die Rosen betreute. Später studierte er an der damaligen „Staatlichen Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau“. Ab März 1946 war er „Assistent für wissenschaftliche Aufgaben“ an der Fachhochschule Weihenstephan, 1955 promovierte er mit einer Arbeit über die Wasser- und Nährstoffaufnahme bei Bromeliaceen. Er war am „Institut für Stauden und Gehölze“ der damaligen Versuchsanstalt für Gartenbau tätig. Ab 1959 vertrat er den Institutsleiter Richard Hansen. Ab 1963 leitete er das „Fachgebiet Rosen“, er hatte die Federführung der „Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung (ADR)“. Sieber war in vielen Verbänden tätig, er war etwa 28 Jahre Vizepräsident des Vereins Deutscher Rosenfreunde und Leiter des „Internationalen Staudenregisters“, außerdem war er Vizepräsident des „Bundes Deutscher Staudengärnter“. Die Firma Kordes nannte 1997 eine neue Rosensorte „Rosenprofessor Sieber“. Er wurde auf dem Freisinger „Friedhof St. Georg“ beigesetzt.

Auszeichnungen

Veröffentlichungen