Josef Rauscher
Josef Rauscher (* 1950) ist ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer. Er war Professor für Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Leben
Nach einem Studium an der Universität Regensburg wurde er 1989 wurde er mit einer Arbeit zum Geltungsgrund ästhetischer Regeln in der modernen Kunst promoviert. Seine Habilitation erfolgte 2000 in Mainz mit der Schrift „Sprache und Ethik. Die Konstitution der Sprache und der Ursprung des Ethischen in der Grundkonstellation von Antwort und Verantwortung“. Nach verschiedenen Anstellungen und Lehraufträgen an den Universitäten Regensburg und Mainz sowie Professurvertretungen, u. a. in Mainz und an der KU Eichstätt, wirkte er als apl. Professor für Philosophie und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Mainz.[1]
Zu seinen Forschungsgegenständen gehören neben Ethik und Ästhetik auch Anthropologie, Sprachphilosophie und Kulturphilosophie sowie v. a. die Medienphilosophie und die Filmphilosophie.
Werke (Auswahl)
- Der Geltungsgrund ästhetischer Regeln unter besonderer Berücksichtigung der Freiformen in der modernen Kunst. Diss. Universität Regensburg, 1989.
- Sprache und Ethik. Die Konstitution der Sprache und der Ursprung des Ethischen in der Grundkonstellation von Antwort und Verantwortung. Würzburg 2001.
- Kino des Minimalismus (hrsg. mit Norbert Grob, Bernd Kiefer und Roman Maurer). Mainz 2009.
- Tschechoslowakische Neue Welle: das Filmwunder der Sechziger (hrsg. mit Jonas Engelmann und Andreas Rauscher). Mainz 2018.
- Phänomenologie des Eros bei Emmanuel Levinas; ersch. auf kroat. (Fenomenologia Erota kod Emmanuela Levinasa). In: Filozofska Istrazivanja 93(2004): S. 515–531.
- Jean-François Lyotards ambivalente Legitimation des problematischen ‚Kantianismus’ von Emmanuel Levinas. In : Jean Ferrari, Margit Ruffing et al. (eds.): Kant et la France – Kant und Frankreich. New York / Hildesheim: Olms 2005, S. 345–362.
- Platon. In: Alexander Roesler / Bernd Stiegler (Hg): Philosophie in der Medientheorie. Von Adorno bis Zhizhek. München: Fink 2008, S. 231–245.
- Unvorgreiflicher Versuch, sich im Medium der Fragen von der Frage 'Was ist ein Medium?' über 'Was ist das paradigmatische Medium?' zu 'Was sind und leisten sich die Medien?' vorzutasten". In: Stefan Münker / Alexander Roesler(Hg.): Was ist ein Medium?. Frankfurt am Main: Suhrkamp (stw 1887) 2008, S. 272–284.
- Pier Paolo Pasolinis mytho-mystische Realitätsversessenheit. In: Thomas Koebner / Irmbert Schenk (Hg): Das goldene Zeitalter des italienischen Films. Die 1960er Jahre. München: edition text + kritik 2008, S. 241–256.