Josef Mally
Josef Mally (* 10. Mai 1892 in Au in der Hallertau; † 20. Juni 1975 in Velburg) war ein deutscher Guts- und Brauereibesitzer sowie Kommunalpolitiker.
Werdegang
Mally kam als Sohn eines Landwirts zur Welt. Er besuchte die katholische Oberrealschule in Regensburg und studierte anschließend an der Universität München. An der deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie und am Laboratorium für angewandte Chemie in München bereitete er seine Promotion vor, die er 1921 erlangte. 1922 heiratete er Anna Gloßner (1896–1974) die Tochter des Gloßnerschen Bierbrauers Josef Gloßner (Traubenwirt) in Velburg.
Während des Zweiten Weltkriegs leistete er passiven Widerstand. Er hatte viele Verbindungen zu jüdischen Hopfenhändlern, da er aus einer großen Hopfenanbau-Dynastie stammte. Nach Kriegsende war er Mitbegründer des Bezirksverbands Oberpfalz des Bayerischen Bauernverbands (BBV). 1946 wurde er in den Beratenden Landesausschuss des Freistaats Bayern berufen und war bis 1948 Zweiter Bürgermeister von Velburg sowie bis 1952 Kreisrat im Landkreis Parsberg.
Literatur
- Johann Kirchinger: Bauernvereinstradition im Einheitsverband: Der Bayerische Bauernverband in der Oberpfalz 1945 bis 1955, In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 146 (2006), S. 183–226.