Josef Horešovský

Tschechien  Josef Horešovský

Geburtsdatum 18. Juli 1946
Geburtsort Žilina u Nového Strašecí, Tschechoslowakei
Todesdatum 15. Dezember 2025
Sterbeort Tschechien
Größe 185 cm
Gewicht 89 kg

Position Verteidiger
Schusshand Links

Karrierestationen

bis 1965 TJ Sokol Kladno
1965–1969 TJ Sparta ČKD Prag
1969–1971 ASD Dukla Jihlava
1971–1976 TJ Sparta ČKD Prag
1976–1978 TJ Motor České Budějovice
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × 1 × 1 ×
WM-Medaillen 1 × 1 × 3 ×
 Olympische Winterspiele
Silber 1968 Eishockey
Bronze 1972 Eishockey
 Weltmeisterschaft
Gold 1972 Eishockey
Silber 1971 Eishockey
Bronze 1969 1970 1973 Eishockey
Tschechien  Josef Horešovský

Trainerstationen

1979–1980 TJ Motor České Budějovice
1980–1982 TJ Sparta ČKD Prag
1982–1985 CSG Grenoble
1985–1986 Gap HC
1986–1992 TJ Sparta ČKD Prag
1992–1996 HC Sparta Prag (Co-Trainer)
1998–2000 HC Slovan Ústí nad Labem
2001–2004 BK Mladá Boleslav
2004–2008 SK Horácká Slavia Třebíč

Josef Horešovský (* 18. Juli 1946 in Žilina u Nového Strašecí, Tschechoslowakei; † 15. Dezember 2025[1]) war ein tschechoslowakischer Eishockeyspieler, der über viele Jahre für den HC Sparta Prag und die tschechoslowakische Nationalmannschaft auf der Position des Verteidigers spielte. Danach arbeitete er als Eishockeytrainer.

Karriere als Spieler

Josef Horešovský begann seine Karriere 1962 bei Poldi Kladno[2], bevor er 1965 in die tschechoslowakische Hauptstadt zum HC Sparte Prag wechselte. Diesem Verein blieb er mit einer Unterbrechung bis 1976 treu. Während seines Militärdienstes spielte er für den Armeeklub Dukla Jihlava, mit dem er 1970 und 1971 den Tschechoslowakischen Meistertitel gewann. Nach der Spielzeit 1976/77, die er bei Motor České Budějovice verbrachte, beendete Horešovský seine Karriere. Insgesamt erzielte er 83 Tore in 514 Spielen der 1. Liga der Tschechoslowakei.

Sehr große Erfolge hatte Josef Horešovský auch bei internationalen Titelkämpfen. Mit der tschechoslowakischen Herrenauswahl gewann er zwei Medaillen bei Olympischen Winterspielen und fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften. Seine erste Berufung in das Nationalteam erhielt er für die Eishockey-Weltmeisterschaft 1968 und nahm ab diesem Zeitpunkt jährlich an der Weltmeisterschaft teil. Im selben Jahr wurde er in den Kader für die Olympischen Winterspiele 1968 berufen und gewann die Silbermedaille. 1972 folgte eine weitere Olympiateilnahme, bei der er mit der ČSSR-Auswahl die Bronzemedaille gewann. Im Nationaltrikot erzielte er in 152 Länderspielen 23 Tore für die Tschechoslowakei.

Karriere als Trainer

Ein Jahr nach seinem Rücktritt als Spieler übernahm Josef Horešovský den Cheftrainer-Posten beim TJ Škoda Plzeň. In der Spielzeit 1979/80 betreute er Motor České Budějovice, bevor er drei Jahre lang den Trainerposten bei Sparta ČKD Praha innehatte. 1982 erlaubte man ihm den Wechsel ins westeuropäische Ausland und Horešovský trainierte bis 1985 den französischen Klub Grenoble Métropole Hockey 38, der damals in der Nationale A spielte. Über den Gap Hockey Club (1985/86) kehrte er in die ČSSR zurück und wurde erneut Cheftrainer von Sparta ČKD Praha. 1990 gewann er mit Sparta den tschechoslowakischen Meistertitel.[3] Bis 1996 gehörte er zum Trainerteam des HC Sparta Prag und erreichte in der Saison 1992/93 den letzten tschechoslowakischen Meistertitel vor der Teilung des Landes. Anschließend war er für ein Jahr Sportmanager von Sparta.

Zwischen 1998 und Dezember 2001 arbeitete er als Cheftrainer des HC Slovan Ústečtí Lvi und führte die Mannschaft aus der drittklassigen 2. Liga in die zweitklassige 1. Liga.[4][5] Danach übernahm er das Traineramt beim BK Mladá Boleslav bis 2004.

Zwischen 2004 und 2008 war er Trainer des SK Horácká Slavia Třebíč.

Erfolge und Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ZEMŘELA LEGENDA SPARTY PAN JOSEF HOREŠOVSKÝ. 15. Dezember 2025, abgerufen am 15. Dezember 2025.
  2. Trauer in Tschechien: Verteidiger Josef Horesovsky verstorben. In: eishockeynews.de. 17. Dezember 2025, abgerufen am 19. Dezember 2025.
  3. HC Sparta Praha » Historie  » Mistrovské kádry. In: hcsparta.cz. Abgerufen am 17. November 2017 (tschechisch).
  4. Championnat de République Tchèque 1998/99 bei hockeyarchives.info (französisch)
  5. Championnat de République Tchèque 1999/2000 bei hockeyarchives.info (französisch)