Josef Geva

Josef Geva (hebräisch יוסף גבע; geboren als Josef Glasberg 22. September 1924 in Wien; gestorben 17. Februar 2014) war ein israelischer Berufssoldat und Manager.

Leben

Josef Glasberg war ein Sohn des Holzhandelsunternehmers Kasiel Glasberg und der Rosa Kremer, er hatte zwei Geschwister, ein Bruder starb im Israelischen Unabhängigkeitskrieg. Er besuchte das Chajes-Gymnasium in Wien. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 floh die Familie im März 1939 vor der deutschen Judenverfolgung nach Palästina. Geva besuchte die Landwirtschaftsschule Mikwe Israel und wurde 1940 Mitglied der Haganah. Im Israelischen Unabhängigkeitskrieg wurde er Berufsoffizier der neugeschaffenen Israelischen Armee (IDF) und zunächst Kompaniechef. 1949 wurde er zum Bataillonskommandeur ernannt, 1956 zum Oberst und Brigadekommandeur, 1960 zum Brigadegeneral und Kommandeur im Sektor Mitte. Er absolvierte nebenher eine Ingenieurausbildung. Geva heiratete die 1939 in Warschau geborene Krankenschwester Ilana Jankilewitz, die 1948 nach Israel gekommen war, sie hatten vier Kinder. Sein Sohn Eli Geva verweigerte 1982 im Libanon-Krieg als Brigadekommandeur den Häuserkampf zur Einnahme der Stadt Beirut.

Geva ging 1966 als Militärattaché für die USA und Kanada nach Nordamerika und wurde 1967 zum Generaloberst befördert. 1968 schied er aus dem Militärdienst aus, studierte an der Hebräischen Universität Jerusalem und machte ein Diplom in Operations Research an der University of Maryland. Geva wurde 1970 leitender Manager in der Supermarktgruppe Super-Sol, dann Manager in der Investmentgesellschaft M. E. Shek. Er wurde Mitglied im Zentralkomitee der Mapai. Schließlich leitete er den Aufsichtsrat des Komitees für den Wiederaufbau der jüdischen Altstadt Jerusalems.

Literatur

  • Geva, Joseph, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur, 1980, S. 220