John von Bischoffshausen

John Frederic Anton von Bischoffshausen (* 23. April 1815 in Berge (Homberg); † 10. August 1863 in Hottingen (Stadt Zürich)) war ein kurhessischer Offizier und Mitglied der Ersten Kammer der Kurhessischen Ständeversammlung.

Leben

John von Bischoffshausen entstammte dem niedersächsischen Adelsgeschlecht von Bischoffshausen und war ein Sohn des Mordian Carl Ernst August Ferdinand von Bischoffshausen (1779–1850) und dessen Ehefrau Elizabeth Barlet. Er stand zunächst im Dienst der Hessen-kasselschen Armee, wo er Secondeleutnant[1] im Leibgarde-Regiment war. Er wechselte in die Schleswig-Holsteinische Armee und war im Dreijährigen Krieg (1848–1851) als Hauptmann Chef des Generalstabs in der Avantgarde-Brigade unter Oberst Julius Otto Graf von Baudissin[2]. Diesen Krieg führten die Truppen der Schleswig-Holsteinischen Armee im Verbund mit der Preußischen Armee und den Truppen des Deutschen Bundes gegen Dänemark, der mit dem Sieg der Dänen und der Auflösung der Armee Schleswig-Holsteins endete.

In den Jahren 1860 und 1861 hatte Bischoffshausen einen Sitz in der Ersten Kammer der kurhessischen Ständeversammlung, als Vertreter des Grafen von Solms-Rödelheim[3]. Das Parlament wurde nach den Unruhen im Jahre 1830 zum Zweck der Beratung und Verabschiedung einer Verfassung gebildet und hatte bis 1866 Bestand, als das Land Hessen durch Preußen annektiert wurde.

Familie

Er war Mitstifter des Familienfideikommisses, dem seine Geschwister sowie sein Neffe Alexander von Bischoffshausen angehörten. Seit dem 2. März 1845 war er mit Isabella Gräfin von Baudissin (1814–1883) verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Wolf Karl (* 1845, † in Texas), Anna (* 1847) und Isabella (1852–1882, ∞ Meilo von Radosevic, Oberförster) hervorgegangen[4].

Literatur

  • Ewald Grothe (Hrsg.): Die Abgeordneten der kurhessischen Ständeversammlungen 1830–1866. (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 13 = Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 43). Historische Kommission für Hessen, Marburg 2016, ISBN 978-3-942225-33-5, Nr. KSV-044.
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 77.
  • Philipp Losch: Die Abgeordneten der Kurhessischen Ständeversammlungen von 1830 bis 1866. Elwert, Marburg 1909, S. 15.
  • Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 1, Verlag von W. T. Bruer, Berlin 1896, S. 239 (Digitalisat).

Einzelnachweise

  1. Kurfürstlich Hessisches Hof- und Staats-Handbuch 1840. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Illustrirter Kalender für 1865. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Verhandlungen des Kurhessischen Landtags, 1. Kammer; 1861/63. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Jahrbuch des deutschen Adels, Band 1, 1896. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).