John William Mackay
John William Mackay (* 28. November 1831 in Dublin; † 20. Juli 1902 in London) war ein irisch-amerikanischer Tycoon. Aus bitterer Armut wurde er zu einem der reichsten Amerikaner seiner Zeit.
Leben
Geboren als Sohn eines schottischen Vaters und einer irischen Mutter und aufgewachsen in einem Armenviertel von Dublin, wanderte seine Familie 1840 in die Vereinigten Staaten aus. Hier setzte sich das ärmliche Leben in Five Points fort, einem Slum von New York City, bevor er sich, nach dem Tod seines Vaters, im Jahr 1851 vom kalifornischen Goldrausch (1848–1854) in den Westen der Vereinigten Staaten locken ließ. Zwar fand er kein Gold in Kalifornien, jedoch 1859 Silber in Nevada.
1867 heiratete er Marie Louise Bryant, geb. Hungerford, und bekam mit ihr zwei Söhne. Es gelang ihm, sein Vermögen stetig zu steigern und vom Bergmann zum Minenbesitzer aufzusteigen. Im Jahr 1873 entdeckte sein Unternehmen im Comstock Lode (Bild), einer Erzlagerstätte nahe Virginia City, sehr lukrative Vorkommen. Innerhalb weniger Jahre wurden dort Edelmetalle im Wert von über hundert Millionen US‑Dollar gewonnen. Er war nun ein Multimillionär und bekannt als The Rocket of the Comstock (deutsch „Die Rakete von Comstock“).
1878 gründete er die Bank of Nevada mit Hauptsitz in San Francisco und im Jahr 1883, zusammen mit Gordon Bennett (1841–1918), dem Besitzer des New York Herald, die Telegrafengesellschaft Commercial Cable Company.[1] Zwischen 1884 und 1923 verlegte diese sechs unterseeische transatlantische Telegrafenkabel.[2] Darüber hinaus beteiligte er sich finanziell an der Eisenbahngesellschaft New York, Texas and Mexican Railway Company.
Bei seinem Tod, im Alter von 70 Jahren auf einer Reise in London, war er einer der reichsten Amerikaner. Seine sterblichen Überreste wurden nach New York überführt und in einem Familiengrab auf dem Green-Wood Cemetery in Brooklyn beigesetzt.[3]
Postume Ehrung
Er hatte der Universität Nevada mehrere Millionen Dollar vermacht. Diese errichtete ihm zu Ehren die Mackay School of Mines und das Mackay Science Building sowie im Jahr 1908 ein Standbild, das ihn als Bergmann zeigt (Bild).
Im Jahr 1988 wurde er als insgesamt 16. Person in die National Mining Hall of Fame (deutsch „Nationale Ruhmeshalle des Bergbaus“) aufgenommen.[4]
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John Mackay porträtiert von Cabanel (1878)
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Foto (um 1890)
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Seine Ehefrau (1895)
Literatur
- Michael Burke: John William Mackay – Mining A Life. In: New York Irish History. Band 28, 2014 (englisch, nyirishhistory.us [PDF; 3,2 MB]).
Weblinks
- David Murphy: John William Mackay. In: DIB. Oktober 2009 (englisch).
- Ronald James: John William Mackay. Eintrag in Online Nevada Encyclopedia, 22. September 2010.
- John William Mackay in der Datenbank Find a Grave
Einzelnachweise
- ↑ John Crellin: The Company. In: Cial. 2009, abgerufen am 18. September 2025 (englisch).
- ↑ Bill Glover: History of the Atlantic Cable & Undersea Communications. Commercial Cable Company. In: Atlantic-Cable.com. 14. September 2024, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
- ↑ David Murphy: John William Mackay. In: DIB. Oktober 2009, abgerufen am 17. September 2025 (englisch).
- ↑ John William Mackay. In: National Mining Hall of Fame and Museum. 2020, abgerufen am 17. September 2025 (englisch).