John Outterbridge

John Outterbridge (* 24. Juni 1933 in Greenville, Mississippi; † 3. Dezember 2020 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Künstler, Kurator und Kulturvermittler. Er zählt zu den bedeutendsten Figuren der afroamerikanischen Kunst des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Insbesondere seine Assemblagen und Installationen sowie sein kulturpolitisches Engagement machten ihn bekannt.[1]

Leben

John Outterbridge wurde 1933 in Greenville im US-Bundesstaat Mississippi geboren und wuchs im Süden der Vereinigten Staaten auf. In den 1950er Jahren zog er nach Los Angeles, wo er sich in der dortigen Kunstszene etablierte. Er studierte Kunst und Design und war seit den 1960er Jahren als freischaffender Künstler tätig. Outterbridge war eng mit der afroamerikanischen Kulturbewegung in Los Angeles verbunden und spielte eine aktive Rolle im künstlerischen und institutionellen Aufbau schwarzer Kunst- und Kulturinitiativen. Von 1975 bis 1992 war er Direktor des Watts Towers Arts Center, einer wichtigen kulturellen Einrichtung im Stadtteil Watts. In dieser Funktion förderte er zahlreiche Künstlerinnen und Künstler und baute Programme zur kulturellen Bildung und Gemeinwesenarbeit aus. John Outterbridge lebte und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in Los Angeles.[2]

Werk

Das künstlerische Werk von John Outterbridge umfasst Assemblagen, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen und Druckgrafiken. Charakteristisch ist die Verwendung gefundener Materialien wie Holz, Metall, Textilien, Draht und Alltagsgegenstände. In seinen Arbeiten setzt er sich häufig mit afroamerikanischer Geschichte, sozialer Ungleichheit, Gewalt, Spiritualität und kollektivem Gedächtnis auseinander. Wiederkehrende Motive sind Verletzung, Heilung und Transformation. Outterbridge wurde der Assemblage-Kunst und dem Umfeld der Black Arts Movement zugerechnet, ohne sich stilistisch festlegen zu lassen. Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in den Vereinigten Staaten gezeigt und befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen.[3]

Literatur

  • Andreas Beyer, Bénédicte Savoy, Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, De Gruyter, Berlin, 2009.
  • John Outterbridge. In: State of the Arts: California Artists Talk about Their Work, 117–22. Hrsg. von Barbara Isenberg. New York: William Morrow, 2000.
  • LeFalle-Collins, Lizzetta. 19Sixties: A Cultural Awakening Re-evaluated, 1965–1975. Ausstellungskatalog Los Angeles: California African American Museum, 1989.
  • Lewis, Samella S., and Ruth G. Waddy. Black Artists on Art, 1:24–25. Los Angeles: Contemporary Crafts, 1969.
  • Los Angeles 1955–1985: The Birth of an Art Capital. Ausstellungskatalog Paris: Centre Pompidou, 2006.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 11: Pinchon – Rouck. Paris, 2006.
Commons: John Outterbridge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 11: Pinchon – Rouck. Paris 2006.
  2. John Outterbridge | Hammer Museum. Abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch).
  3. Art | Hammer Museum. Abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch).