John Gordon (Schiedsrichter)

John Robertson Proudfoot Gordon (* 10. Februar 1930; † 21. November 2000 in Dundee) war ein schottischer Fußballschiedsrichter.

Sportlicher Werdegang

Gordon pfiff ab den 1960er Jahren in der Division One, der seinerzeit höchsten Spielklasse der Scottish Football League. Dabei wurde er 1966 auf die UEFA- und FIFA-Schiedsrichterliste aufgenommen, so dass er im Oktober 1967 das Länderspiel zwischen Wales und England leitete – die Partie war gleichzeitig Teil der British Home Championship 1967/68 und der Qualifikation zur Europameisterschaft 1968. Parallel pfiff er in den folgenden Jahren auch Europapokal-Spiele im Europapokal der Landesmeister und Europapokal der Pokalsieger sowie nach der Einführung des Wettbewerbs 1971 im UEFA-Pokal.

Bei der U-23-Europameisterschaft 1976 leitete Gordon das Finalhinspiel zwischen Ungarn und der Sowjetunion, das mit einem 1:1-Remis endete. Zwei Jahre später gehörte er zu den UEFA-Vertretern bei der WM-Endrunde 1978, dort standen zwei Gruppenspiele unter seiner Spielleitung. Auch auf nationaler Ebene wurden bedeutende Spiele unter seine Verantwortung gestellt. So war er beim Wettbewerb um den Scottish FA Cup 1972/73 Finalschiedsrichter, als sich im Old-Firm-Derby die Glasgow Rangers mit einem 3:2-Erfolg über Celtic Glasgow den Titel sicherten. Im Finalspiel um den Scottish League Cup 1974/75 holte sich unter seiner Spielleitung Celtic Glasgow durch einen 6:3-Sieg über Hibernian Edinburgh den Titel.

Nachdem das von Gordon angeführte Schiedsrichterteam vor dem Zweitrundenspiel um den UEFA-Pokal 1978/79 zwischen der AC Mailand und Lewski Sofia am 1. November 1978 Geschenke der letztlich mit 3:0 erfolgreichen Italiener angenommen hatte, wurde er von der Scottish Football Association kurze Zeit später suspendiert.[1]

Einzelnachweise

  1. Nordwest-Zeitung: „Kurz berichtet“ (27. November 1978, S. 24)