John George Alexander Leishman
John George Alexander Leishman (* 28. März 1857 in Pittsburgh, Pennsylvania; † 27. März 1924 in Monte-Carlo, Monaco) war ein US-amerikanischer Unternehmer und Diplomat unter anderem als Botschafter in der Schweiz, im Osmanischen Reich, im Königreich Italien sowie im Deutschen Kaiserreich.
Leben
John George Alexander Leishman, der einzige Sohn der schottisch-irischen Einwanderer John B. Leishman (1827–1857) und Amelia Henderson (1832–1905), war zwischen 1881 und 1886 Vorstandsmitglied der in Pittsburgh ansässigen Stahlhandelsfirma Leishman & Snyder sowie Vorstandsmitglied und zuletzt bis 1897 Präsident der Carnegie Steel Company. Am 9. Juni 1897 wurde er zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in der Schweiz und übergab dort am 9. August 1897 als Nachfolger von John L. Peak[1] seine Akkreditierung. Er verblieb auf diesem diplomatischen Posten in Bern bis zu seiner Abberufung am 20. Februar 1901 und wurde daraufhin von Arthur Sherburne Hardy[2] abgelöst.[3] Er selbst wurde bereits am 20. Dezember 1900 zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister im Osmanischen Reich berufen, wo er am 29. März 1901 als Nachfolger von Oscar Straus[4] sein Beglaubigungsschreiben überreichte. Er wurde am 5. Oktober 1906 zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter befördert und überreichte als solcher zugleich eine neue Akkreditierung. Das diplomatische Amt in Konstantinopel übte er bis zum 10. Juni 1909 aus, woraufhin abermals Oscar Straus Botschafter wurde.[5]
Leishman wurde zuvor am 1. April 1909 zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter im Königreich Italien ernannt und übergab dort am 4. Juli 1909 als Nachfolger von Lloyd C. Griscom[6] seine Akkreditierung. Den diplomatischen Posten in Rom hatte er bis zu seiner Abberufung am 7. Oktober 1911 inne und wurde im Anschluss von Thomas J. O’Brien[7] abgelöst.[8] Zuletzt wurde er als Nachfolger von David Jayne Hill[9] am 12. August 1911 zum außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter im Deutschen Kaiserreich und übergab sein Beglaubigungsschreiben am 24. Oktober 1911. Er verblieb auf diesem diplomatischen Posten in Berlin bis zum 4. Oktober 1913, woraufhin James W. Gerard[10] seine dortige Nachfolge antrat.[11]
Aus seiner Ehe mit Julia Crawford Leishman (1864–1918) gingen zwei Töchter und der Sohn John George Alexander Leishman II (1887–1942) hervor. Die ältere Tochter Marthe Leishman Hyde (1882–1944) war in zweiter Ehe mit James Hazen Hyde (1876–1959)[12] verheiratet. Die jüngere Tochter Nancy Leishman Oldenburg (1894–1983) war die Ehefrau von Karl 13. Herzog von Croÿ (1889–1974). Nach seinem Tode in Monte-Carlo wurde er auf dem Cimetière de Monaco beigesetzt.
Weblinks
- John G. A. Leishman (1857–1924). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- John G. Leishman. Prabook, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- John George Alexander Leishman in der Datenbank Find a Grave
Einzelnachweise
- ↑ John Lee Peak (1839–1911). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Arthur Sherburne Hardy (1847–1930). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Chiefs of Mission: Switzerland. US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Oscar Solomon Straus (1850–1926). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Chiefs of Mission: Turkey. US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Lloyd Carpenter Griscom (1872–1959). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Thomas James O’Brien (1842–1933). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Chiefs of Mission: Italy. US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ David Jayne Hill (1850–1932). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ James Watson Gerard III (1867–1951). US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Chiefs of Mission: Germany. US State Department Office of the Historian, abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ James Hazen Hyde. Prabook, abgerufen am 8. Dezember 2025 (englisch).