Johanneskirche (Simmersfeld)
Die evangelische Johanneskirche steht in Simmersfeld, einer Gemeinde im Landkreis Calw in Baden-Württemberg. Das Bauwerk ist beim Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg als Baudenkmal eingetragen. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenbezirk Calw-Nagold der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Beschreibung
Die neuromanische Saalkirche wurde 1886–1889 nach einem Entwurf von Karl von Sauter anstelle eines baufälligen Vorgängerbaus errichtet. Sie besteht aus einem Langhaus und einem Chorturm im Osten, dessen oberstes Geschoss hinter den als Biforien gestalteten Klangarkaden den Glockenstuhl mit drei Kirchenglocken beherbergt. In den darüber liegenden Giebeln sind die Zifferblätter der Turmuhr untergebracht. Die das Langhaus im Osten flankierenden Risalite wirken wie ein kurzes Querschiff. In der eingezogenen Fassade im Westen befindet sich das Portal, über dem eine Fensterrose prangt.
Der mit einem Tonnengewölbe überspannte Innenraum des Langhauses hat Emporen an drei Seiten. Eine Glasmalerei im Chor, also im Erdgeschoss des Chorturms, stellt den Guten Hirten dar.
Ausstattung
Ein Tympanon wurde aus dem romanischen Vorgängerbau (Patrozinium St. Sebastian und Methodius) in den Neubau übertragen. Früher befand es sich am westlichen Haupteingang des alten Gotteshauses. Das Bogenfeld wird von einer Blätterranke geschmückt, die sich als Schmuckfries um das gesamte Feld herumzieht. Das halbkreisförmige Tympanon wird durch ein Kreuz in zwei Hälften geteilt, wobei in jedem ornamentale Verzierungen durch zwei Quadrate, einen Kreis mit Sternrosetten und ein florales Schlingmuster zu sehen sind. Im Sturz befindet sich eine einzeilige Inschrift, die mehrfach restauriert wurde.
Literatur
- Dagmar Zimdars u. a. (Bearb.): Dehio-Handbuch deutschen Kunstdenkmäler, Baden-Württemberg I, Regierungsbezirke Stuttgart und Karlsruhe. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1993, ISBN 3-422-03024-7, S. 715.
- Kalbaum, Ulrike. Romanische Türstürze und Tympana in Südwestdeutschland. Studien zu Ihrer Form, Funktion und Ikonographie. 1., neue Auflage, Waxmann, 2011. S. 413
Weblinks
- Website der Kirchengemeinde mit Möglichkeit des Downloads einer Gemeindegeschichte und einer Baugeschichte
Koordinaten: 48° 37′ 15,1″ N, 8° 31′ 6,3″ O