Johannes Neuhardt

Johannes Neuhardt (* 22. September 1930 in Salzburg; † 12. Oktober 2025 ebenda[1]) war ein österreichischer römisch-katholischer Priester und Kunsthistoriker.

Leben

Johannes Neuhardt studierte Philosophie und Katholische Theologie in Salzburg und wurde 1953 zum Priester geweiht. Er war zunächst Kooperator in Bischofshofen, Kufstein-Endach, Kitzbühel und Subregens im Salzburger Priesterseminar. Danach studierte er Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Innsbruck und wurde 1960 zum Dr. phil. promoviert.

Neuhardt war von 1960 bis 2011 Diözesankonservator der Erzdiözese Salzburg.[2] Neuhardt baute das Salzburger Dommuseum auf und eröffnete es 1974. Bis 1994 war er dessen Direktor. Ferner war er an der Gründung der Telefonseelsorge, der Medienkommission der Erzdiözese Salzburg und des Kardinal-König-Kunstfonds[3] beteiligt.

Neuhardt wurde 1978 Mitglied des Salzburger Domkapitels und war von 1992 bis 2005 Domdekan.

Ehrungen und Auszeichnungen

Publikationen (Auswahl)

  • Dreifaltigkeitskirche Salzburg. Kirchenführer. 2. Auflage. Verlag St. Peter, Salzburg 1964.
  • als Hrsg.: Schöne Madonnen. 1350–1450, Salzburg 1965.
  • mit Wolfgang Schütz: Die Pietà. Pannonia, Freilassing 1972, ISBN 3-7897-0024-X.
  • mit Kurt Hofstetter: Wachsgebild. Pannonia, Freilassing 1979, ISBN 3-7897-0082-7.
  • als Hrsg.: Dommuseum und alte erzbischöfliche Kunst- und Wunderkammer zu Salzburg. Katalog. Unter Mitarbeit von Gerhard Croll, Domkapitel, Salzburg 1974, 2., stark veränderte Auflage 1981.
  • Wallfahrten im Erzbistum Salzburg. Schnell und Steiner, München 1982, ISBN 3-7954-0441-X.
  • als Hrsg.: Salzburgs Wallfahrten in Kult und Brauch. Katalog der 11. Sonderschau des Dommuseums zu Salzburg, Salzburg 1986.
  • Die Wallfahrtskirche zu Johannes dem Täufer auf der Hohen Salve. Kirchenführer, Verlag St. Peter, Salzburg 2005.
  • Pfarrkirche zum hl. Rupert. Stumm im Zillertal. Kirchenführer. Verlag St. Peter, Salzburg 2005.
  • Es klingt der Stein. Erkundungsgänge im geistlichen Salzburg mit Jürgen Flimm, Friedrich Kurrent, Olga Neuwirth, Hans Schabus, Heinrich Schmidinger und Peter Simonischek. Vorwort von Peter Handke, Pustet, Salzburg 2006, ISBN 3-7025-0539-3.
  • St. Johannes am Imberg zu Salzburg. Kirchenführer. 3., erweiterte Auflage. Verlag St. Peter, Salzburg 2009.

Einzelnachweise

  1. Hedwig Kainberger: Prälat Johannes Neuhardt im 96. Lebensjahr in Salzburg verstorben - er begründete das Dommuseum. In: Salzburger Nachrichten. 12. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.
  2. Längstdienender Diözesankonservator Österreichs in Pension. In: kirchen.net. 5. September 2011, archiviert vom Original am 21. Februar 2013; abgerufen am 13. Oktober 2025.
  3. Preisträger 2005: Texte der Preisverleihung. In: kardinalkoenig-kunstpreis.at. 3. August 2005, abgerufen am 13. Oktober 2025.