Johannes Lohse
Johannes Lohse (* 1933; † 15. Oktober 2025) war ein deutscher Diplomat, der Botschafter in Kuwait, Leiter der Ständigen Vertretung bei der UNESCO in Paris und Botschafter in Lagos, Nigeria, war.
Leben
Lohse trat 1965 als Angehöriger des 20. Attachélehrgangs in den Auswärtigen Dienst ein.[1] Während seines Vorbereitungsdienstes wurde er 1965 an die Botschaft Dublin, Irland, entsandt.
Sein erster Auslandsposten führte ihn 1967 als Leiter des Kultur- und Pressereferats sowie des Rechts- und Konsularreferats an die Botschaft Kinshasa, damals Zaire. Er kehrte 1971 in die Zentrale des Auswärtigen Amts zurück und war im Personalreferat für den höheren Dienst zunächst als Referent eingesetzt, bevor ihm 1972 die stellvertretende Leitung dieser Arbeitseinheit übertragen wurde.
Im Jahr 1974 wurde Lohse die Leitung der Botschaft Kuwait übertragen,[2] woran sich 1977 eine Verwendung als Ständiger Vertreter des Leiters der Botschaft Bukarest, Rumänien, anschloss. Mit seiner Rückkehr in die Bundeshauptstadt Bonn leitete er ab 1980 das für Straf-, Steuer- und Zollrecht zuständige Referat.
1983 wurde Lohse ständiger Vertreter des Leiters der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der NATO in Brüssel. 1989 wurde er mit der Leitung der Ständigen Vertretung bei der UNESCO in Paris[3] und anschließend 1992 mit der Leitung der Aus- und Fortbildungsstätte in Bonn-Ippendorf betraut.
Auf seinem letzten Posten leitete Lohse ab 1995 als Botschafter die damalige Botschaft Lagos, von wo aus er 1998 in den Ruhestand trat.[4]
Einzelnachweise
- ↑ Personalnachrichten. Auswärtiges Amt. In: Bundesministerium des Innern (Hrsg.): Gemeinsames Ministerialblatt. Band 18, Nr. 15. Bonn 14. Juni 1967, S. 15 (frag-den-staat.de [PDF; 930 kB; abgerufen am 26. November 2025]).
- ↑ Gesamtliste Aufnahme diplomatischer Beziehungen. (Excel download) Auswärtiges Amt, abgerufen am 26. November 2025.
- ↑ staendiger vertreter bei der unesco. In: Bulletin 74-89. Bundesregierung, 13. Juli 1989, abgerufen am 26. November 2025.
- ↑ Offizieller Nachruf des Auswärtigen Amts, Ref. 101/102-s 110 SP, 20. November 2025