Johannes Heise
Johannes Heise (* 27. Februar 1850 in Sandersleben, Herzogtum Anhalt; † 15. April 1899 in Danzig, Provinz Westpreußen; Deutsches Reich) war ein deutscher Architekt, Regierungsbaurat und Provinzialkonservator in Danzig.
Leben und Wirken
Der Vater Heinrich Theodor Heise war evangelischer Pfarrer in Unterwiederstedt und zweiter Prediger zu St. Marien in Sandersleben, die Mutter Maria Theresia Amalie, geborene Jahn stammte aus Sandersleben.[1] Johannes Heise besuchte das Gymnasium in Dessau und anschließend die Königliche Bauakademie in Berlin bis 1875, für deren Abschluss er auch eine Medaille der Königlichen Technischen Bau-Deputation erhielt.[2] Danach war er als Architekt in Berlin tätig, auch an der Bergakademie.
1880 wurde Johannes Heise nach der Ablegung des Baustaatsexamens zum Regierungsbaurat für den Regierungsbezirk Danzig ernannt und mit der Inventarisierung der Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Westpreußen beauftragt. Unter seiner Leitung erschienen von 1884 bis 1898 11 Bände. 1885 war er einer der Mitbegründer des Provinzial-Kunstgewerbemuseums in Danzig und wurde dessen erster Direktor. 1889 wurde er zum Bauinspektor der Provinz Westpreußen ernannt und 1892 zum Provinzialkonservator.
Johannes Heise starb 1899 unerwartet im Alter von 49 Jahren. Er hinterließ eine Witwe Maria, geborene Hoffelt († nach 1935), eine Tochter Maria Magdalena Heise (* 1890) und einen Sohn Otto Albert Heise (* 1893).
Literatur
- Altpreußische Biographie. Band 1. Berlin 1941. S. 262, mit detaillierten biographischen Angaben
- Biograficzny słownik Pomorza Nadwiślańskiego. Tom 2. Gdańsk 1994. S. 179–180
Weblinks
- Johannes Heise architekt Gedanopedia, von M. Gliński
Einzelnachweise
- ↑ Altpreußische Biographie, 1, 1941, S. 262, mit biographischen Details
- ↑ Deutsche Bauzeitung, 1875, S. 240, Prämien für preußische Architekten