Johann von Pillement

Johann Michael Pillement, seit 1855 von Pillement (* 23. Oktober 1812 in Straubing; † 27. Februar 1889 in Würzburg), war ein bayerischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Johann war mit seinen Brüdern Franz (1808–1860) und Georg (1810–1868) seit dem 27. November 1828 legitimierte Söhne des bayerischen Oberstleutnants Josef von Pillement (1772–1834). Sie wurden am 10. Februar 1855 in den bayerischen Adel aufgenommen; immatrikuliert bei der Adelsklasse am 8. März 1855.

Militärkarriere

Pillement besuchte die Volksschule und trat am 1. Mai 1824 als Eleve in das Artillerie-Regiment der Bayerischen Armee ein. Mit der Bildung des 1. Artillerie-Regiments erfolgte Mitte Oktober 1824 seine Versetzung in diesen Verband. Von Anfang Oktober 1828 bis Ende Januar 1833 war er im 2. Artillerie-Regiment tätig, kehrte dann als Junker zum 1. Artillerie-Regiment zurück und avancierte Ende Oktober 1833 zum Unterleutnant. Ab 1. Oktober 1843 folgte für zwei Jahre seine Versetzung zur Ouvriers-Kompanie und anschließend zum 1. Artillerie-Regiment „Prinz Luitpold“. Hier rückte Pillement am 31. Oktober 1845 zum Oberleutnant und am 21. August 1848 zum Hauptmann auf. Ende Januar 1853 wurde er zur Artillerie-Beratungskommission versetzt, stieg dort Anfang Mai 1859 zum Major auf und König Maximilian II. Joseph verlieh ihm Anfang Oktober 1861 das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens vom Heiligen Michael.

Pillement wurde am 11. Januar 1865 Oberstleutnant und nahm im Jahr darauf am Krieg gegen Preußen teil. Mit der Versetzung nach Würzburg als Kommandant des 2. Artillerie-Regiments „vacant Lüder“ und unter Beförderung zum Oberst trat er am 25. Dezember 1867 in den Truppendienst zurück. Im Krieg gegen Frankreich führte er seinen Verband in den Schlachten bei Wörth und an der Lisaine. Ferner nahm er an der Beschießung der Zitadelle von Bitsch sowie den Belagerung von Paris und Belfort teil. Für sein Wirken in der Schlacht bei Sedan – er hatte neben seinem Regiment als Kommandant die Artillerie-Reserve-Abteilungen des II. Armee-Korps geführt – verlieh ihm König Ludwig II. (Bayern) durch Armeebefehl vom 11. Oktober 1870 das Komturkreuz seines Militärverdienstordens.[1]

Nach dem Friedensschluss wurde Pillement am 12. November 1871 zunächst auf ein Jahr in den Ruhestand versetzt und ihm schließlich am 20. November des Folgejahres der Abschied bewilligt. Nach seiner Verabschiedung erhielt er am 4. Dezember 1874 den Charakter als Generalmajor. Pillement starb unverheiratet am 27. Februar 1889 in Würzburg und wurde dort bestattet.[2]

Literatur

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1929. Einundzwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1928, S. 511–512.
  • Joseph Karl Brennfleck: Das Königlich Bayerische 2. Feldartillerie-Regiment Horn. Erster Band: Von der Errichtung im Jahre 1824 bis zum Weltkrieg. Verlag Max Schick, München 1939, S. 436.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 56 vom 12. Oktober 1870, S. 348.
  2. Bayerisches Kriegsministerium (Hrsg.): Verordnungs-Blatt. Nr. 11 vom 7. März 1889, S. 78.