Johann Sebastian Dang

Johann Sebastian Dang (* 6. September 1891 in Bretzenheim bei Mainz; † 18. August 1958 in Darmstadt) gründete zusammen mit Paul Rodemann 1945 im südhessischen Darmstadt die regionale Tageszeitung Darmstädter Echo.

Leben

Dang war der Sohn eines Bauamtmannes aus Mainz. Mit zwei Jahren kam er durch den Umzug seiner Eltern nach Darmstadt. Er besuchte die Volksschule und danach das Alte Realgymnasium. 1910 machte er sein Abitur. Anschließend studierte er Germanistik und Geschichte in Gießen und Frankfurt am Main. 1914 ging er als Kriegsfreiwilliger an die Front und war längere Zeit in Verdun eingesetzt. Er kehrte als überzeugter Pazifist aus dem Krieg zurück und war Lehrer an mehreren Darmstädter Schulen. Bis zu seiner Entlassung 1933.

In den folgenden Jahren arbeitete er als Korrektor und betätigte sich als Schriftsteller und Journalist. Aus einer Artikelserie im Darmstädter Tagblatt entstand 1936 das Darmstädter Wörterbuch. 1938 ging er zur Frankfurter Zeitung. Seit 1919 gehörte Dang der Deutschen Friedensgesellschaft an, deren Darmstädter Ortsgruppe er seit 1923 leitete. In dieser Eigenschaft rief er noch Mitte Januar 1933 eine Versammlung zum Thema „Hakenkreuz und Stahlhelm sind Deutschlands Untergang“ ein.

1945 erhielt er von der amerikanischen Militärbehörde die Lizenz zur Herausgabe einer Tageszeitung unter deutscher Leitung in Darmstadt. Entsprechend seinen Neigungen leitete Johann Sebastian Dang im Darmstädter Echo die Kulturredaktion und war Chefredakteur. Im Dezember 1949 schied er als Gesellschafter aus dem Verlag aus, um sich fortan bis zu seinem Tod 1958 seinen literarischen Interessen zu widmen.

Dang veröffentlichte Romane und Novellen. 1936 erschien erstmals das Darmstädter Wörterbuch, das mehrere Neuauflagen erhielt.

Dang war seit 29. Dezember 1945 mit Ilse Martha Irma Noack, verw. Hartmann, verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos.

Ehrungen

  • 1956: Bronzene Verdienstplakette der Stadt Darmstadt

Literatur