Johann Philipp Kirch

Johann Philipp Kirch (auch Philipp Kirch; * 27. November 1767 in Kitzingen; † 6. Dezember 1829 in Karlsruhe) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher und Schriftsteller.

Leben

Kirch absolvierte zunächst die Bürgerschule seiner Heimatstadt und anschließend das Würzburger Gymnasium. Anschließend kam er an die Universität Heidelberg, an der er zunächst Mathematik und Philosophie studierte, um sich dann kurzzeitig der Rechtswissenschaft zu widmen, bevor er das Studium der Theologie absolvierte. In seiner Heidelberger Zeit war er auch als Hauslehrer für den Bürgermeister von Neckargemünd tätig. Seine Priesterweihe empfing er am 3. März 1792.

Kirch kam 1792 für sechs Wochen als Landkaplan nach Spechbach, bevor er einem Ruf der kurpfälzischen Regierung als Stadtkaplan nach Mannheim folgte. Er machte sich als guter Prediger einen Namen. 1803 rückte er zum Stadtpfarrer und Dekan von Mannheim auf, bevor er 1816 als Stadtpfarrer, Dekan und großherzoglicher Geistlicher Rat nach Karlsruhe wechselte. Dort wirkte er bis an sein Lebensende.

Seine Predigtbücher erlebten teilweise mehrere Auflagen. Nach seinem Tod 1840/1841 erschien eine vierbändige Gesamtausgabe seiner Werke.

Werke (Auswahl)

  • Demonstratio analytica religionis christianae, Wiesen, Heidelberg 1793.
  • Jesus in seinem Leiden als das erhabenste Muster unserer Nachahmung: in sechs Fastenpredigten, nebst vier Gelegenheitsreden, 2. Auflage, Löffler, Mannheim 1807.
  • Abschiedsrede in Mannheim, und Antrittsrede in Carlsruhe, Löffler, Mannheim 1817.
  • Neue Gelegenheitsreden, Löffler, Mannheim 1824.
  • Johann Philipp Kirch's (weiland Großh. Bad. geistl. Rathes und Stadtpfarrers zu Carlsruhe) sämmtliche Predigten: neu herausgegeben von Eduard Johann Joseph Mühling, 4 Bände, Löffler, Mannheim 1840–1841.

Literatur