Johann Philipp Albert Vogel

Johann Philipp Albert Vogel (* 11. Februar 1814 in Berlin; † 16. April 1886 ebenda) war ein deutscher Holzschneider.

Leben

Albert Vogel war ein Sohn des Berliner Holzschneiders Johann Daniel Vogel und Bruder des Holzschneiders Karl Friedrich Otto Vogel (1812–1851). Er besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster wurde im Alter von 16 Jahren als Schüler der Königlichen Akademie der Künste aufgenommen. 1834 wurde Vogel beim Verlag J. Baumgärtner in Leipzig neben seinem Bruder als Holzschneider eingestellt. Er kehrte zwar nach Berlin zurück, arbeitete aber weiter für Baumgärtner und illustrierte dessen „Märchenbuch“. 1838 erschienen die Illustrationen der Brüder Vogel zu den Werken Shakespeares in dem Leipziger Verlag.

Auf Grund des Erfolges wurde Albert Vogel zur Mitarbeit an Raczynskis „Geschichte der neueren Kunst“, Dullers „Geschichte des deutschen Volkes“, Bendemanns und Hübners „Nibelungenlied“ und anderen illustrierten Ausgaben herangezogen.

Gemeinsam mit seinem Bruder Otto setzte er die Zeichnungen Menzels zur illustrierten Ausgabe (1843–1846) der Werke Friedrichs des Großen um und arbeitete auch an Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“ mit.

1861 wurde er von Direktor Carl Georg Starbäck nach Norrköping in Schweden berufen. Er kehrte nach einjähriger Lehrtätigkeit nach Berlin zurück, um wieder im eigenen Atelier zu arbeiten. Am 1. Oktober 1870 wurde er an Stelle des verstorbenen Friedrich Wilhelm Gubitz als Lehrer für Xylographie an die Akademie der Künste berufen, deren ordentliches Mitglied er 1874 wurde. Ab 1875 war er Lehrer und ab 1877 Professor an der Akademischen Hochschule für die Bildenden Künste und Vorsteher des Ateliers für Holzschneidekunst.

Familie

Johann Philipp Albert Vogel heiratete am 15. Januar 1837 Auguste Louise Mathilde Lindenberg.[1] Sie hatten mehrere Kinder. Der 1850 geborene Sohn Paul Georg Franz Vogel wurde Zeichner, starb bereits im Alter von 33 Jahren.[2]

Ehrungen

  • 1873: Goldene Medaille für Kunst in Wien
  • 1879: Ehrendiplom der Internationalen Kunstausstellung in München

Literatur

Einzelnachweise

  1. Berlin St. Georgen, Trauungen 1832–1836, Doppelseite 00085
  2. Standesamt Berlin Nr. 8 Königstadt, Sterbe-Register 1883, Urkunde Nr. 957