Johann Peter Blank

Johann Peter Blank (* 19. Dezember 1925 in Berlin; † 13. Januar 2014 in Minden) war ein deutscher Eisenbahn-Ingenieur. Er wirkte unter anderem als Präsident vom Bundesbahn-Zentralamt im westfälischen Minden.

Leben

Johann Peter Blank wurde am 19. Dezember 1925 in Berlin als eines von vier Kindern geboren. Sein Vater war Martin Blank.[1] Er besuchte das Humanistische Gymnasium in Berlin-Steglitz. Mit 17 Jahren – nach bestandenem Not-Abitur – ging er freiwillig zur Marine. Später wurde er in die Infanterie versetzt, um an der Schlacht um Berlin teilzunehmen. In Oberhausen trat er nach Kriegsende ein Praktikum im Bergbau unter Tage an und er holte sein ordentliches Abitur nach. Zudem machte er eine Betriebsschlosserlehre.[2] Anschließend studierte er von 1949 bis 1951 Maschinenbau in Karlsruhe (an der TU Karlsruhe) und von 1951 bis 1954 in Hannover (an der TH Hannover). Dort trat er jeweils dem Corps Saxonia Karlsruhe und dem Corps Saxonia Hannover bei.[3] Nach dem Studienabschluss als Diplom-Ingenieur arbeitete er von 1954 bis 1956 als Baureferent bzw. Bauassessor bei Dienststellen der Bundesbahn in Hannover, Braunschweig, Hameln, Opladen, Wuppertal, Wiesbaden, Lübeck und Karlsruhe. 1965 wurde er Maschinenamtsvorstand in Lübeck, 1968 Dezernent der Bahndirektion Hamburg.

Ab 1971 war er in Minden (Westfalen) als Leiter der Abteilung Maschinentechnik beim Bundesbahn-Zentralamt (BZA) tätig. 1973 wurde er zum Vizepräsidenten der Bahndirektion Karlsruhe, 1976 zum Präsidenten des BZA Minden ernannt und hatte dieses Amt bis zu seinem Ruhestand 1990 inne. Maßgeblich war er an der Entwicklung des Intercity-Express beteiligt. Für seine herausragenden Leistungen bekam er zum Ende seiner beruflichen Laufbahn das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht. Die Entwicklung der ICE-Fahrgastwagen, der neuen Intercity-Wagen 2. Klasse, der City-Bahn im Reiseverkehr und der Güterwagen für den Hochgeschwindigkeitsverkehr wurden von ihm wesentlich beeinflusst. Daneben war er von 1980 bis 1988 der bislang einzige deutsche Präsident des Forschungs- und Versuchsamtes (ORE) des Internationalen Eisenbahnverbandes und pflegte seit langem Kontakte zu osteuropäischen Eisenbahnen.

Mitgliedschaften

Auszeichnungen

  • Bundesverdienstkreuz am Bande (1991)
  • Ehrenbursch Saxonia Karlsruhe (1974)
  • Ehrenbursch Saxonia Hannover (2010)

Veröffentlichungen

  • Johann Peter Blank (Hrsg.): Die Eisenbahntechnik: Entwicklung und Ausblick, Darmstadt, Hestra-Verlag, 1982, ISBN 3-7771-0169-9
  • Johann Peter Blank (Hrsg.): Saxenspiegel Ausgabe 1-100 (1956–1997)
  • Johann Peter Blank (Hrsg.): 150 Jahre Corps Saxonia Karlsruhe, Minden, 2007
  • Johann Peter Blank (Hrsg.): Große Corpsliste der Saxonia Karlsruhe, Karlsruhe, 1973
  • Mitautor in „100 Jahre Weinheimer Verband Alter Corpsstudenten – 1903 – 2003“, 2003, Herausgegeben von der Historischen Kommission im Auftrage des Vorstandes der WVAC e.V. Dr. Wulf Thommel

Literatur

  • Joergen Schulz: Saxenspiegel Ausgabe 129, Hachenburg, 2014
  • Quelle: „Die Wachenburg“, 1991
  • Quelle. „Die Wachenburg“, 1993
  • Blank, Johann Peter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 105.

Einzelnachweise

  1. http://gw.geneanet.org/pmlhennings?lang=en&m=N&v=blank
  2. Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 105.
  3. Marcus Brettel: Erinnerungen an Wolfgang Kühborth. In: Jörgen Schulz (Hrsg.): Saxenspiegel. Band 135, April 2017, S. 186–189.