Johann Gottlieb Schmidt (Kupferstecher)

Johann Gottlieb Schmidt (* 1700; † 3. Juli 1781[1] in Berlin) war ein deutscher Zeichner und Kupferstecher.

Biografie

Johann Gottlieb Schmidt war nicht nur als Zeichner, sondern auch als Stecher nach Vorlagen anderer Künstler tätig. So wurde er als „der kleine Schmidt“ bezeichnet, denn sein berühmterer Kollege war der Hofkupferstecher Georg Friedrich Schmidt, „der große Schmidt“. Den ärgerte es, dass Johann Gottlieb Schmidt auch Stiche anfertigte, ohne die Initialen der Vornamen anzugeben, so dass er ihn und den Kollegen Johann David Schleuen in einem Stich als gewinnsüchtige Kopisten anprangerte.[2] Johann Gottlieb Schmidt hatte drei Söhne, Johann Gottlieb[3], Carl Ludwig und Friedrich Wilhelm, die ebenfalls Kupferstecher wurden.

Literatur

  • Gernot Ernst: Die Stadt Berlin in der Druckgrafik 1570–1870. Bd. 1. Lukas-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86732-055-9, S. 707.
  • Georg Kaspar Nagler: Neues allgemeines Künstler-Lexicon, Band 15, München 1845, S. 342 (Digitalisat).
  • Werkverzeichnis. In: Tilman Just: Der Berliner Kupferstecher Johann Gottlieb Schmidt, Abgrenzung seiner Werke von denen der Kupferstecher Johann Gottfried und Johann Georg Schmidt sowie Georg Friedrich Schmidt, Hamburg, 2018, S. 4ff Volltext, abgerufen am 25. Januar 2021

Einzelnachweise

  1. Schön, Gerhard (Hrsg.): Johann Gottlieb Schmidt (1700–1781), in: Biographisches Lexikon der Münzmeister und Wardeine, Stempelschneider und Medailleure.
  2. Gefängnis der gewinnsüchtigen Kopisten von Georg Friedrich Schmidt, Herzog Anton Ulrich-Museum. In: Virtuelles Kupferstichkabinett
  3. soll 1760 an der Berliner Akademie der Künste Geometrie und Architektur studiert haben.