Johann Christoph von Huyn
Johann Christoph von Huyn (* 3. Juli 1728 in Niederbeisheim im Schwalm-Eder-Kreis; † 25. Juli 1780 in New York City) war Generalmajor in der Hessen-kasselschen Armee.
Leben
Johann Christoph von Huyn entstammte dem ursprünglich rheinländischen Adelsgeschlecht Hoyningen-Huene und war ein Sohn des Gutsbesitzers Christoph Heinrich von Huyn (1682–1730) und dessen Ehefrau Hildegard von Hanxleben (1693–1770). Er entschied sich für eine militärische Laufbahn in der Hessen-kasselschen Armee, wo er zunächst Hauptmann in Hanau und ab 1774 als Oberst Chef im Garnisons-Regiment von Huyn in Ziegenhain war.
1775 erhoben sich in Nordamerika britische Kolonien gegen ihr Mutterland, das eine Kolonialmacht darstellte. Der britische König Georg III. schloss mit Landgraf Friedrich II. Subsidienverträge, mit denen Hessen sich verpflichtete, mietweise ein Kontingent Soldaten für den Einsatz im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zur Verfügung zu stellen. So griff von Huyn 1776 als Chef der Leibkompanie in das Kriegsgeschehen ein. 1780 kam er im Rang eines Generalmajors bei den Kämpfen um das Fort New York ums Leben. Dort wurde er auch begraben.
1754 kaufte er das Gut Lübrassen in Bielefeld.[1]
Familie
Er war seit dem 14. August 1753 mit Wilhelmine Eleonore Charlotte Marie von Huyssen (1734–1792) verheiratet. Aus der Ehe sind die Töchter Sophie Eleonore (1754–1799, ∞ Friedrich Karl Ludwig von Hanxleden) und Eleonore (1756–1757) hervorgegangen.
Auszeichnungen
- 6. April 1777 Orden Pour la vertu militaire
Siehe auch
- Soldatenhandel unter Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel
- Liste der Ritter des Ordens Pour la vertu militaire
Weblinks
- Huyn, Johann Christoph von, Kurzbiographie bei LAGIS Digitalisat
- Hessische Truppen in Amerika: Garnisons-Regiment von Huyn Digitalisat
Einzelnachweise
- ↑ Karl Adolf von der Holst: Die Rittersitze der Grafschaft Ravensberg und des Fürstentums Minden. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).