Johann Christian von Düring der Ältere
Johann Christian von Düring (* 19. Mai 1751 auf Burg Horneburg; † 16. Juni 1823 in Ratzeburg) war ein königlich-hannoverscher Oberforstmeister, Oberjägermeister, Generalmajor, Generalforstdirektor und Burgmann auf Horneburg.
Leben
Herkunft
Johann Christian von Düring der Ältere entstammte der alten niedersächsischen Adelsgeschlechts Düring. Er ist der Stifter des 1. Astes, 1. Zweig der Dietrichschen Linie der Familie.[1] Der Stammsitz der Familie ist der Ort Düring, heute in der Gemeinde Loxstedt im Landkreis Cuxhaven.
Er war ein Sohn des dänischen Regierungsrates und Ritterschaftspräsidenten Johann Christian von Düring (1697–1766). Von seinem Vater übernahm er die Burg Horneburg.[2]
Werdegang
Johann Christian von Düring der Ältere studierte in Göttingen.[2] 1799 kam er als Lauenburger Drost und Oberforstmeister nach Ratzeburg.
Während der Koalitionskriege und nach dem Abzug der Franzosen aus Hannover stellte er Ende 1805[3] das hannoverische Jägerkorps auf und wurde Generalmajor. Fünf Jahre später übernahm er während der zweiten französischen Besetzung als Oberforstmeister die Verwaltung der Forste u. a. von Lauenburg, Oldenburg und Osnabrück. Nach Napoleons Niederlage 1816 wurde er Leiter der Königlich-Hannoverschen Staatsforsten, was mit einem Sitz und einer Stimme in der Domänenkammer verbunden war, und wurde erster Generalforstdirektor in Hannover. Er wurde Geheimrat. Ab 1820 war er bis zu seinem Tod Oberjägermeister. Sein Nachfolger als Oberjägermeister wurde Ludewig von Zastrow.
Nachdem er 1816 Kommandeur des Guelphen-Ordens geworden war,[4] erhielt er 1821 das Großkreuz zu diesem Orden verliehen.
Familie
Johann Christian von Düring der Ältere heiratete am 16. Juni 1779 in Celle mit Marie Ulrike Friederike von Lindau (1761–1832).[5] Ihr dritter Sohn war der spätere Kameralist, Forstbeamter und Freikorpsoffizier Johann Christian von Düring der Jüngere. Ihre Tochter Charlotte (* 1799) war mit dem Generalleutnant Carl von Marschalck verheiratet.[6]
Literatur
- Gerhard Stinglwagner, Ilse Haseder, Reinhold Erlbeck: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon. Franckh-Kosmos, 2016, S. 196.
Weblinks
- Düring, Johann Christian von auf personen.niedersaechsische-bibliographie.de
Einzelnachweise
- ↑ Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Band 5, 1904, S. 217.
- ↑ a b Heinrich Wilhelm Rotermund: Das gelehrte Hannover oder Lexikon von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, gelehrten Geschäftsmännern und Künstlern die seit der Reformation in und ausserhalb den ... zum jetzigen Königreich Hannover gehörigen Provinzen gelebt haben und noch leben. Band 1, 1823, S. 495.
- ↑ Vaterländisches Archiv, oder Beiträge zur allseitigen Kenntniss der Königreichs Hannover, wie es war und ist. 1820, S. 276.
- ↑ Hannoverscher und Churfürstlich-Braunschweigisch-Lüneburgischer Staatskalender: 1819. 1819, S. 6.
- ↑ Genealogisches Handbuch der adeligen Häuser: A. Band 4, Nr. 1. C.A. Starke, 1960, S. 305.
- ↑ Genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr .. Perthes, S. 630.