Johann Christian Carl Knoblauch

Johann Christian Carl Knoblauch (* 27. Mai 1789 in Frankfurt am Main; † 18. Februar 1878 ebenda) war ein Kaufmann und Politiker in der Freien Stadt Frankfurt.

Leben

Knoblauch war der Sohn des Kaufmanns Christian Ludwig Knoblauch und dessen Ehefrau Sophie Catharine geborene Stellwag. Er war evangelisch und heiratete am 14. August 1815 in Frankfurt am Main Elisabetha Louise Fresenius (* 28. März 1792 in Frankfurt am Main; † 6. November 1854 ebenda), die Tochter des Frankfurter Stadtpfarrers Andreas Ludwig Christian Fresenius und der Christiane Auguste Wilhelmine Jan. Der Frankfurter Abgeordnete Georg Fresenius (1796–1880) war ein Bruder der Ehefrau und heiratete seine Schwester Marie Charlotte Wilhelmine Knoblauch. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Andreas Christian Ludwig Knoblauch (* in Frankfurt am Main; † Frankfurt am Main 30. April 1901, 83 Jahre alt), Kaufmann, verheiratet mit Jacobine Ottilie Biersack
  • Johann Georg Alexander Knoblauch (* 3. September 1820 in Frankfurt am Main; † 3. April 1899), Dr. med., Sanitätsrat, heiratet am 27. Mai 1855 Maria Wilhelmine Kekulé (* 20. August 1831)
  • Carl Gustav Knoblauch (* 11. Juli 1827; † 16. Februar 1885), Bankdirektor, heiratete am 3. Juni 1859 Maria Anna Veith (* 23. November 1832)
  • Sophia Magdalena Knoblauch Egeling (* 27. Mai 1829), heiratet am 12. Juni 1854 Lucas Jacob Egeling (* 11. August 1824)
  • Charlotte Sophia Louise, geb. Knoblauch Koch (* 9. Januar 1835), heiratete am 3. Juni 1859 Georg Carl Eduard Koch (* 20. September 1831)

Knoblauch lebte als Handelsmann in Frankfurt am Main. Er war Mitgründer und Direktor der Gasanstalt Frankfurt am Main.

Von 1833 bis 1834 und erneut von 1837 bis 1853 gehörte er der Gesetzgebenden Versammlung der Freien Stadt Frankfurt an. Zwischen 1837 und 1861 war er Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation der Freien Stadt Frankfurt. In einer Nachwahl am 3. Mai 1849 wurde er in die Constituierende Versammlung der Freien Stadt Frankfurt gewählt, der er bis 1849 angehörte.

Literatur

  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 217.