Johann Baptist von Zabuesnig
Johann Baptist von Zabuesnig (geboren 1820 auf Gut Bobingen bei Augsburg; gestorben 12. Juni 1898 in Landshut)[1] war ein deutscher Zeitungsverleger.
Leben
Am 31. März 1849 erschien, vordatiert auf den 1. April, zum ersten Mal die Landshuter Zeitung, gegründet von Johann Baptist von Zabuesnig.[1]
Zabuesnig war Buchhändler, erst Angestellter des Attenkofer'schen Betriebes, dann ab 1842 Ehemann der Witwe Ursula[2] von Johann Nepomuk Attenkofer und damit Miteigentümer.[3] 1841 war er Mitgründer der Landshuter Liedertafel. Er war Mitglied des Magistrats der Stadt, wirkte als Vorsitzender des Gemeindekollegiums und vertrat Landshut im niederbayerischen Landrat. Er war einer der Initiatoren der Freiwilligen Feuerwehr[1] und Kommandant des Landwehrbataillons Landshut. Er war der Besitzer des Gutes Siebensee, engagierte sich im Landwirtschaftlichen Verein und gründete den Bienenzuchtverein Niederbayern. Das Unternehmen „Jos. Thomann’sche Buchhandlung und Buchdruckerei“ baute er aus.
Zum 70. Geburtstag verlieh ihm die Stadt Landshut 1890 die Ehrenbürgerwürde.[1]
Vom bayerischen Staat erhielt er den Titel Kommerzienrat und den Michaelsorden IV. Klasse.[1]
Den Aufstieg und Erfolg seiner Zeitung – 1870 war sie mit einer Auflage von 5000 Stück das „meistgelesene Blatt Niederbayerns“ – konnte er noch lange mitgestalten. Er starb am 12. Juni 1898.[3] Im Nachruf betrauerte die Landshuter Zeitung den „Verlust eines der edelsten Bürger unsrer Stadt“.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f Johann Baptist von Zabuesnig: Der Vater der ‚Landshuter Zeitung‘. In: idowa. 17. April 2024, abgerufen am 23. Oktober 2025.
- ↑ Ursula Zabuesnig, geb. Furtner, verw. Attenkofer, Gemälde um 1846 (Privatbesitz) Johann Baptist von Zabuesnig, Gemälde um 1846 (Privatbesitz). In: Kulturheimat. Abgerufen am 23. Oktober 2025.
- ↑ a b Johann Baptist von Zabuesnig. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 23. Oktober 2025.