Johann Baptist Mayer (Dompropst)

Johann Baptist Mayer (auch: Mayr; * 1632 in Fassa; † 8. März 1699 in Wien, Heiliges Römisches Reich) war ein österreichischer römisch-katholischer Geistlicher, Dompropst zu St. Stephan in Wien sowie Generalvikar des Bistums Wien. Er war zudem Universitätskanzler und Rektor der Universität Wien.

Leben

Johann Baptist Mayer war der Sohn von Kaspar Mair. Nach seiner Priesterweihe war Johann Baptist zunächst Pagenlehrer unter Sigismund Franz von Habsburg, dem letzten unabhängigen Erzherzog von Österreich-Tirol.

Er bekleidete mehrere hochrangige kirchliche und akademische Ämter in Wien. 1657 wurde er Kaplan der Witwe von Ferdinand III., Eleonora Gonzaga. 1664 wurde er Pfarrer in Laxenburg. Im Jahr 1668 wurde er zudem Oberhofkaplan des Fürstbischofs von Wien.

1667 wurde er Mitglied der Theologischen Fakultät an der Universität Wien und wurde Doktor der Theologie und der Freien Künste (artium et theologiae doctor). 1669/70 und 1674/75 war er Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Wien sowie 1678/79 und 1682/83 Rektor der Universität. Ab 1683 war er Kanzler der Universität.

Am 26. August 1673 wurde Johann Baptist Domherr in Wien. Am 21. Dezember 1675 wurde er Domdechant. Im folgenden Jahr wurde er zum fürstbischöflichen Generalvikar der Diözese Wien ernannt, was ihn zum wichtigsten Vertreter des Bischofs in administrativen und geistlichen Fragen machte. Am 24. September 1683 wurde Mayer zum Dompropst zu St. Stephan in Wien ernannt. In dieser Funktion war er Vorsitzender des Domkapitels und damit einer der ranghöchsten Geistlichen der Stadt.

Mayer war zudem kaiserlicher Rat sowie Dechant von Kürnberg.

Johann Baptist Mayer starb am 8. März 1699. Seine letzte Ruhestätte ist unter dem Hochaltar der Pfarrkirche von Laxenburg. Er wurde als Dompropst von Hermann Claudius Klöcker abgelöst. 1700 wurde im Stephansdom ein marmorner Gedenkstein aufgestellt.

Literatur und Quellen