Johann-Sebastian-Bach-Straße 7 (Weimar)

Die Johann-Sebastian-Bach-Straße 7 ist ein mehrgeschossiges Wohnhaus des Jugendstils in der Westvorstadt von Weimar.

Geschichte und Beschreibung

Entworfen wurde das 1905 entstandene Wohngebäude von dem Baumeister und Bauunternehmer Konstantin Grosch[1], der bekannter wurde durch das Dampfsäge- und Hobelwerk Constantin Grosch. Er hatte es auch errichtet. Im Weimarer Adressbuch 1906 steht es als „Neubau Grosch“.[2] Grosch trat somit zugleich als Bauherr auf. Das viergeschossige verputzte Jugendstilhaus befindet sich in einer städtebaulich exponierten Lage an der Kreuzung Johann-Sebastian-Bach-Straße/Brahmsstraße. Keller und Erdgeschoss bestehen aus Bruchstein und Backstein, während die Obergeschosse aus Holzfachwerk bestehen. Die Putzfassaden sind differenziert gestaltet hinsichtlich der Fenster und Wandflächen. An der Nordostecke ist ein Kastenerker mit einer Schieferhaube, die allerdings nur im unteren Teil erhalten geblieben ist. Der Kastenerker weist die Inschrift auf „BAUE FEST DAS IST DAS BEST“. Unter der Inschrift an der Unterseite des Erkers sind zwei rankenverzierte Konsolen. Davon gibt es auch eine historische Aufnahme.[3] Zur Johann-Sebastian-Bach-Straße hin zeigt sich ein flacher Mittelrisalit an seiner Mittelachse. Die an seinem dekorativen Fachwerkgiebel befindlichen Muster kehren leicht verändert in Gestalt erhabener Putzbänder auf den benachbarten Wandfläche wieder. Die bauzeitliche Ausstattung ist weitgehend erhalten geblieben. Das sind Bleiglasfenster im Treppenhaus, Haus- und Wohnungstüren, Podesttreppe mit Stabgeländer u. ä.

Einzelnachweise

  1. Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.2.: Stadterweiterung und Ortsteile, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 766.
  2. Weimarer Adressbuch 1906, S. 207.
  3. Detail der Johann-Sebastian-Bach-Straße 7 auf fotoarchiv.weimar.de

Koordinaten: 50° 58′ 41,4″ N, 11° 18′ 51,3″ O