Johan Peter Molin

Johan Peter Molin (* 17. März 1814 in Göteborg; † 29. Juli 1873 in Ekudden bei Vaxholm) war ein schwedischer Bildhauer.

Leben

Johan Peter Molin wurde am 17. März 1814 in Göteborg als Sohn eines Bäckers geboren. Er sollte nach den Vorstellungen seiner Eltern Kaufmann werden, besuchte dann aber entsprechend seinen Neigungen ab 1834 die Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt Göteborg. Um sich als Bildhauer zu vervollkommnen, ging er 1843 nach Kopenhagen, wo er bis 1845 an der dortigen Kunstakademie studierte. Anschließend reiste er weiter nach Frankreich (Paris) und nach Italien (Rom).[1]

Er starb am 29. Juli 1873 in Ekudden bei Vaxholm.

Künstlerisches Wirken

Sein erster größerer Erfolg war 1848 seine Skulptur des Amor, die ihn in Schweden so bekannt machte, dass er 1853 einen Lehrstuhl an der Kunstakademie in Stockholm erhielt und Hofbildhauer wurde. Außer als Bildhauer war er auch als Maler und Medailleur tätig. Besonders bekannt ist seine Statue des Königs Karl XII. aus dem Jahre 1868.

Weitere Werke (Auswahl)

  • Bronzegruppe Die Messerkämpfer (schwedisch Bältespännarna), 1859 (siehe Bild),
    Der Entwurf stammt von Léon Noël Delagrange um 1900; ein Abguss kam bei Bares für Rares in den Verkauf und erzielte einen Händlerpreis von 3500 Euro; die Zweiergruppe muskulöser junger Männer stellt einen tödlich ausgehenden Streit dar (auf den vier Seiten der Plinthe als Relief und in einem Band ähnlich den Runensteinen dargestellt); den Guss fertigte die Firma Christian Lenz[2]
  • Marmorbüste der Königin Luise[1]
  • David mit der Schleuder[1]
  • Die Ringer (schwedisch Brottarna), in Porzellan ausgeführt[1]
  • Statuen an der Fassade des Stockholmer Nationalmuseums[1]
  • Wasserträger (schwedisch Vattenbärare)[1]
  • Luftspielende (schwedisch lutspelande)[1]
  • ein Zierbrunnen auf dem Stockholmer Schlossplatz, der oberhalb der U-Bahnstation Kungsträdgården aufgestellt wurde. Er nimmt Bezug nimmt auf die Historie des Platzes.[3]
  • Johan Anders Wadman (schwedischer Dichter), eine Bronzebüste nach Entwurf von Molin, im Lorenzbergpark in Göteborg aufgestellt[4]

Auszeichnungen

Commons: Johan Peter Molin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Johan Peter Molin. In: orden-pourlemerite.de. Der Orden Pour le mérite für Wissenschaften und Künste bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, abgerufen am 11. Januar 2026.
  2. Bares für Rares, 2023 (in der Mediathek verfügbar), abgerufen am 10. Januar 2026.
  3. Valerie Matheis: Kunst im Untergrund. (PDF) In: unipub.uni-graz.at. Institut für Kunstgeschichte Karl-Franzens-Universität Graz, 11. September 2013, S. 57 ff., abgerufen am 11. Januar 2026.
  4. Herbert Kårlin: Våren, der Frühling, von Gunnar Nilsson in der Trädgårdsföreningen in Göteborg. In: goteborg-statue.blogspot.com. 30. September 2009, abgerufen am 11. Januar 2026.
  5. Der Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste. Die Mitglieder des Ordens, Bd. 1 (1842–1881), S. 300, mit Bild auf der gegenüber liegenden Seite, Gebr. Mann-Verlag, Berlin, 1975.