Joey Juschka

Joey Juschka (* 1977 in Halle (Saale)) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben

Joey Juschka wuchs in Halle (Saale) auf, wo sie das Abitur ablegte und an der Martin-Luther-Universität studierte. Sie absolvierte ein Auslandsjahr im Erasmus-Programm an der Universität von Newcastle uopn Tyne und wechselte danach an die Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 arbeitet sie als freiberufliche Schriftstellerin und Ghostwriter.

Literarischer Werdegang

Ab 2002 veröffentlichte Joey Juschka Kurzgeschichten und Essays u. a. in Anthologien des Querverlags und Satyr-Verlags sowie des Konkursbuch Verlags, in dem später auch ihr erstes Buch erschien.

2012 gewann sie den Publikumspreis[1] des 20. open mike mit ihrer utopischen Erzählung Schaf e. V., die auch Eingang in ihr Debüt „Die Welt, verbessert – Fiktive Lösungen für reale Probleme“ fand. Von 2013 bis 2020 schrieb sie Kolumnen für die taz. Sie schreibt und produziert zudem Hörspiele und verfasste bisher 26 Bücher als Ghostwriter[2].

Joey Juschka schreibt teils auf Englisch und veröffentlichte u. a. in der Anthologie Frenzy – 60 Stories of Sudden Sex. Ihr Fokus auf Sexualität als wiederkehrendes Thema[3][4] führte auch zu einem eigenen Podcast, der „SexSprechStunde“.[5]

Werke

Veröffentlichungen

  • Lesbos Lesvos. Das Lesbeninselbuch. The Lesbian Island Book konkursbuch Verlag, Tübingen 2025, ISBN 978-3-88769-271-1.
  • Schlimme Sachen mit Decken – Berliner Szenen konkursbuch Verlag, Tübingen 2024, ISBN 978-3-88769-977-2.
  • Gerne, die Dame – Berliner Szenen konkursbuch Verlag, Tübingen 2024, ISBN 978-3-88769-976-5.
  • Die Welt, verbessert – Fiktive Lösungen für reale Probleme konkursbuch Verlag, Tübingen 2023, ISBN 978-3-88769-974-1.

Beiträge (Auswahl)

  • Cruisende Lesben und Haare bürsten in In Mein heimliches Auge 38, konkursbuch Verlag, 2023, ISBN 978-3-88769-538-5.
  • A wie Arbeit. Oder Alltag? Arbeitsalltag! Ach: Alltagsarbeit. in Mein lesbisches Auge 22, konkursbuch Verlag, 2022, ISBN 978-3-88769-922-2.
  • Halle/Saale (ohne Regen) in Mein lesbisches Auge 21, konkursbuch Verlag, 2021, ISBN 978-3-88769-921-5.
  • Option C in Freie Stücke, Geschichten über Selbstbestimmung, Edition Nautilus, 2019, ISBN 978-3-96054-185-1.
  • Hackerhitze in Wenn im Norden das Licht schmilzt, konkursbuch Verlag, 2019, ISBN 978-3-88769-491-3.
  • Butch-Radar und Mann ohne Haare in Butches – begehrt und bewundert, Querverlag, 2018, ISBN 978-3-89656-262-3.
  • Seventeen in Tausend Tode schreiben, Frohmann Verlag, 2015, ISBN 978-3-944195-55-1.
  • Schaf e. V. in 20. open mike, Allitera-Verlag, 2012, ISBN 978-3-86906-469-7.
  • Auf Bestellung in Macht Sex Spaß? – Ja, Nein, Vielleicht, Weiß nicht, Satyr-Verlag, 2012, ISBN 978-3-9814891-7-0.
  • Kreuzende Wege in & Radieschen – #12 Rollen & Bilder, Literaturmagazin, Wien, 2009[6]
  • Language in Frenzy – 60 Stories of Sudden Sex, Cleis Press, San Francisco, 2008, ISBN 978-1-57344-331-9.
  • Beruf: Stehwechsler in Drag Kings – Mit Bartkleber gegen das Patriarchat, Querverlag, 2007, ISBN 978-3-89656-142-8.
  • Auszeit in Raus aus der Stadt! Eine Berlin-Brandenburger Anthologie, Satyr-Verlag, 2006, ISBN 3-938625-22-8.
  • dear mom in Slit, Dyke Sex Magazine, Sydney, 2002[7].

Hörbücher

Hörspiele und Feature

Auszeichnungen

  • 2021: Recherchestipendium Literatur des Berliner Senats zu „Die Welt an (nach/mit) Corona“
  • 2021: Arbeitsstipendium der VG Wort
  • 2019: Gewinnerin „Bester Humor“, Literaturpreis „Wortrandale“[8]
  • 2017: Arbeitsstipendium Literatur des Berliner Senats[9]
  • 2012: Publikumspreis beim 20. open mike

Einzelnachweise

  1. ↑ Die taz veröffentlicht den Text der Gewinnerin des 20. Open Mike..
  2. ↑ Ghostwriting von Joey Juschka..
  3. ↑ „Hat die Butch besonders guten Sex?“ im Podcast „Butchfunk“..
  4. ↑ Interview im Magazin „Siegessäule“..
  5. ↑ Podcast „SexSprechStunde“..
  6. ↑ Literaturmagazin „& Radieschen“..
  7. ↑ Elizabeth H. Yoffe: The centre of a dislocation: II—the dilated slit. In: Philosophical Magazine. Band 3, Nr. 25, Januar 1958, ISSN 0031-8086, S. 8–18, doi:10.1080/14786435808243220.
  8. ↑ Interview zum Preis „Bester Humor“. beim Wettbewerb „Wortrandale“ in der Radiosendung „Literatur antwortet“ bei 889FM Kultur..
  9. ↑ Interview in der „taz“. zum Erhalt des Literaturstipendiums..