Joannes van Heymissem
Joannes (auch Jean) van Heymissen OCist (* 1621 in ’s-Hertogenbosch; † 6. Oktober 1678 in der Abtei Burtscheid) war der 40.[1] Abt der Abtei Hemiksem.
Lebenslauf
Heymissen wurde in ’s-Hertogenbosch geboren, das bis 1629 eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Brabant in den Habsburgischen Niederlanden war. Sein Vater war dort Organist, zog aber später nach Leuven, wo Joannes seine Schulbildung empfing. Dank seiner Verwandtschaft mit dem damaligen Bischof von Antwerpen und Vorgänger im Abtsamt in Hemiksem, Gaspard Nemius, konnte sein Studium finanziert werden.
Heymissem schloss sein Philosophiestudium an der Universität von Douai ab. 1646 trat er in die Abtei Saint-Bernard-sur-l’Escaut ein und legte die Gelübde ab. Nach dem Tod von Judocus Gillis wurde er 1660 einstimmig zum Abt gewählt. Während seiner Amtszeit als Abt wurde die Westfassade der Abtei einschließlich des Turms fertiggestellt. Die Abteikirche wurde jedoch während der Arbeiten am Dach durch einen Brand zerstört. Als regierender Abt assistierte er bei der Abtsweihe von François Diericx, Abt des Klosters Saint-Sauveur, am 2. Oktober 1668.[2] Er starb in der Abtei Burtscheid und wurde in der Kirche von Hemiksem beigesetzt. Die Grabplatte gibt an, dass er im 57. Jahr seines Lebens und im 15. seines Abbatiats stand.[1] Sein Nachfolger als Abt wurde Antonius Spanoghe.
Einzelnachweise
- ↑ a b Pierre François Xavier de Ram: Synopsis Actorum Ecclesiae antverpiensis et ejusdem dioeceseos status. 1856 (archive.org [abgerufen am 19. Oktober 2025]).
- ↑ Ernest Rembry: Saint Gilles : sa vie, ses reliques, son culte en Belgique et dans le Nord de la France : essai d’hagiographie. Hrsg.: Bruges : Gailliard. 1881 (archive.org [abgerufen am 19. Oktober 2025]).