Joachim Röther
Joachim Röther (* 16. August 1960 in Limburg an der Lahn) ist ein deutscher Neurologe. Er ist Chefarzt der Klinik für Neurologie an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg, apl. Professor der Universität Hamburg und Dozent an der Asklepios Medical School.[1]
Leben
Joachim Röther studierte Humanmedizin an der Philipps-Universität Marburg und promovierte am Zellbiologischen Institut in Marburg zum Thema Pankreaskarzinom. Er begann seine Laufbahn in der Neurochirurgie der RWTH Aachen von 1987 bis 1990 und wechselte anschließend in die Neurologie der Universität Mannheim. Danach arbeitete er ein Jahr in der Psychiatrie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim.[1] Von 1994 bis 1996 war er Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Stanford Medical School in Kalifornien und forschte zu pathophysiologischen Aspekten der zerebralen Ischämie.[2.1]
Von 1996 bis 1999 war er Leitender Oberarzt an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und habilitierte im Fachgebiet Neurologie. Von 2000 bis 2005 war er Leitender Oberarzt und C-3 Professor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Von 2005 bis 2010 war er Chefarzt der Neurologischen Klinik des Johannes Wesling Klinikums in Minden und Co-Chefarzt der Geriatrie. Seit 2010 leitet er die Neurologische Abteilung der Asklepios Klinik Altona in Hamburg.[1]
Röther ist verheiratet und hat zwei Söhne.[2]
Wirken
Röther ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgesellschaften.[1] Er war Präsident der Deutschen Sektion der International Society of Magnetic Resonance in Medicine e.V., Präsident und Pressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, Leiter der Fortbildungskommission der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft, Mitherausgeber der Leitlinie Sekundärprävention des Schlaganfalls, des offenen Foramen ovale (PFO), der Leitlinie Peripheral Artery Disease der European Society of Cardiology, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Herz & Hirn“ der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Gründungsmitglied und Fellow der European Stroke Organisation (ESO), Mitglied im Editorial Board von Zeitschriften wie dem Journal of Neuroimaging, Vorsitzender der Ethikkommission der Asklepios Klinik Altona.
Publikationen
Röther publizierte über 300 Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften und Büchern.
Ehrungen
Für seine Arbeiten erhielt Joachim Röther 1996 den Hugo-Spatz-Preis der Deutschen Gesellschaft für Neurologie.[3]
Weblinks
- Schlaganfall: Er kommt auf "leisen Sohlen" Hamburger Abendblatt, 26. November 2011, abgerufen am 20. November 2025.
- Neue Therapie bei Schlaganfall entwickelt Hamburger Abendblatt, 17. Februar 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- Jugendlicher Schlaganfall: Ursachen und Risikogruppen, Asklepios Kliniken, 14. Mai 2012 auf YouTube
- Publikationsliste bei PubMed
- Eintrag von Joachim Röther im Hamburger Professorinnen- und Professorenkatalog
- Vom Stipendiaten zur Koryphäe, Hamburger Klönschnack, 2. November 2015, abgerufen am 20. November 2025.
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Prof. Dr. med. Joachim Röther. Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, 2025, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ Vom Stipendiaten zur Koryphäe. In: Hamburger Klönschnack. 1. November 2015, abgerufen am 20. November 2025.
- ↑ DOI:10.1161/01.str.27.5.980
- ↑ Jens Oliver Bonnet: Asklepios Klinik Altona: Neuer Chefarzt für Neurologie. In: idw - Informationsdienst Wissenschaft. Asklepios Kliniken Hamburg GmbH, 1. Juli 2010, abgerufen am 20. November 2025.