Joachim Kaschke

Joachim Kaschke (* 1975) ist ein Brigadegeneral der Luftwaffe der Bundeswehr und seit Oktober 2025 Leiter des Steuerungsstabes der Leitung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Leben

Kaschke trat 1994 in die Bundeswehr ein und absolvierte bis 1998 als Offizieranwärter die Offizierausbildung zum Offizier des Truppendienstes der Luftwaffe sowie ein Studium der Informatik an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg bei München. Von 1998 bis 2001 schloss sich die fliegerische Ausbildung sowie die Waffensystemschulung auf dem Kampfflugzeug Tornado an. Von 2001 bis 2005 war er Strahlflugzeugführer und Fachberater für computerunterstützte Ausbildung im Jagdbombergeschwader 38 „Friesland“ auf dem damaligen Fliegerhorst Jever in Schortens, von 2005 bis 2008 Strahlflugzeugfüher, Einsatzoffizier und Fluglehrer im Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ auf dem Fliegerhorst Nörvenich und von 2008 bis 2010 Fluglehrer und Leiter der Waffensystemschulung Tornado im Fliegerischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base in New Mexico in den Vereinigten Staaten.

Von 2010 bis 2012 absolvierte Kaschke den 7. Lehrgang General-/Admiralstabsdienst National Streitkräfte an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Anschließend war er von 2012 bis 2014 Staffelkapitän der Ausbildungsstaffel des Fliegerischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe auf der Holloman Air Force Base, von 2014 bis 2015 Referent für Internationale Kooperation/Weiterentwicklung der Luftwaffe im Kommando Luftwaffe in der General-Steinhoff-Kaserne in Berlin-Gatow, von 2015 bis 2017 Referent für Militärpolitik und Einsätze Naher Osten und Maghreb im Bundesministerium der Verteidigung im Bendlerblock in Berlin, 2017 Referent für Militärpolitik und Einsätze im Büro des Generalinspekteurs der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin und von 2017 bis 2019 Sprecher für Luftwaffenangelegenheiten im Pressestab des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin. Am 23. September 2019 wurde er 44-jährig, als Nachfolger von Gero von Fritschen, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ auf dem Flughafen Rostock-Laage.[1] Am 9. November 2023 folgte ihm Gerd Schnell nach.[2]

Nachdem Kaschke Adjutant des Bundesministers der Verteidigung, Boris Pistorius war, ist er seit Oktober 2025 Leiter des Steuerungsstabs der Leitung des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin. Zunächst war er als Unterabteilungsleiter Politik I vorgesehen. Der Steuerungsstab war aus dem 2023 eingerichteten Planungs- und Führungsstab des Bundesministers der Verteidigung hervorgegangen.[3][4]

Beförderungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Neuer Kommandeur beim Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“. Deutsche Presse-Agentur, 23. September 2019, abgerufen am 2. November 2025.
  2. Luftwaffengeschwader 73 in Rostock-Laage hat einen neuen Chef. In: Ostsee-Zeitung. Abgerufen am 2. November 2025.
  3. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenpositionen. In: bundeswehr.de. 1. August 2025, abgerufen am 2. November 2025.
  4. Lars Petersen: Das ist die neue Führungstruppe von Boris Pistorius im Verteidigungsministerium. In: Die Welt. 12. September 2025, abgerufen am 2. November 2025.