Joachim Grund
Joachim Grund (* 30. November 1933 in Leipzig) ist ein deutscher Industriedesigner.
Leben und Werk
Grund absolvierte von 1948 bis 1951 eine Lehre als Maschinenschlosser. Danach arbeitete er bis 1968 im VEB Bodenbearbeitungsgeräte Leipzig „Karl Marx“ (BBG) als solcher und als Werkzeugbauer und Landmaschinenmonteur, von 1953 bis 1955 als Lehrausbilder für Landmaschinenschlosser und ab 1956 als Technischer Zeichner, Teilkonstrukteur und Konstrukteur im Bereich Forschung und Entwicklung. Von 1960 bis 1964 absolvierte er daneben ein Abendstudium an der Ingenieurschule für Schwermaschinenbau und Elektrotechnik Leipzig und, als einer der Ersten, von 1966 bis 1971 ein Fernstudium zum Diplom-Formgestalter an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein.
Von 1968 bis 1970 war Grund Formgestalter im Direktorat Forschung und Entwicklung des VEB Weimar-Kombinat. Ab 1969 arbeitete er mit Wolfgang Lippmann (* 1949) als Fachgruppe Formgestaltung, die für das gesamte Kombinat zuständig war, und ab 1971 war er Leiter des gemeinsamen Büros für Formgestaltung des Weimar-Kombinats bzw. des Kombinats Fortschritt Landmaschinen und des VEB BBG.
Grund war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR. 1975 war er Mitglied der DDR-Delegation auf dem Kongress des International Council of Societies of Industrial Design (ICSID)[1] in Moskau.
1979 wurde er als Mitglied eines Kollektivs des Kombinats Fortschritt mit dem Designpreis der DDR geehrt. Er war 1979 auf der Bezirkskunstausstellung Leipzig und 1982/1983 sowie 1987/1988 auf der IX. und X. Kunstausstellung der DDR vertreten.
Grund lebt in Leipzig. Er wurde nach der Auflösung des Kombinats im Zuge der deutschen Wiedervereinigung 1990 arbeitslos und ging vorzeitig in Rente.
Werkbeispiele
- Einzelkornsämaschine A 697 (1970)[2]
- Krautschlegler E 619 (1972)[3]
- Symbolsystem für die Landtechnik (1976; mit Lippmann)[4]
- Kartoffelsammelroder E 684 (1978)[5]
Literatur
- Heinz Hirdina: Gestalten für die Serie. Design in der DDR. 1949 – 1985. Verlag der Kunst, Dresden, 1988, S. 376
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 288
Einzelnachweise
- ↑ Die heutige World Design Organization (WDO).
- ↑ Wayback Machine. Archiviert vom am 24. Oktober 2020; abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ 1288798.pdf
- ↑ Bot-Check. Abgerufen am 15. Dezember 2025.
- ↑ Kartoffelernter E 684 :: Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim :: museum-digital:agrargeschichte