Jimmy Neighbour
| Jimmy Neighbour | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 15. November 1950 | |
| Geburtsort | Chingford, Vereinigtes Königreich | |
| Sterbedatum | 11. April 2009 | |
| Sterbeort | Woodford Green, Vereinigtes Königreich | |
| Position | wing half | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1966–1976 | Tottenham Hotspur | 119 (8) |
| 1976–1979 | Norwich City | 106 (5) |
| 1979–1983 | West Ham United | 73 (5) |
| 1979 | Seattle Sounders | 21 (1) |
| 1983 | → AFC Bournemouth (Leihe) | 6 (0) |
| 1984–1985 | Cheshunt F.C. | 2 (0) |
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| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
James „Jimmy“ Edward Neighbour (* 15. November 1950 in Chingford, London; † 11. April 2009 in Woodford Green, London) war ein englischer Fußballspieler und -trainer.
Sportlicher Werdegang
Neighbour schloss sich Ende der 1960er Jahre Tottenham Hotspur an, wo er ab 1970 als Außenstürmer in der First Division auflief. Dabei konnte er sich jedoch in den folgenden Jahren nicht dauerhaft als Stammspieler durchsetzen. Im Wettbewerb um den League Cup 1970/71 erreichte er mit der von Bill Nicholson trainierten Mannschaft das Finale gegen Aston Villa. Beim 2:0-Erfolg durch einen späten Doppelpack von Martin Chivers stand er an der Seite von Pat Jennings, Cyril Knowles, Alan Mullery, Steve Perryman und Martin Peters in der Startformation. Parallel belegte er mit der Mannschaft in der Meisterschaft 1970/71 hinter Meister FC Arsenal und Leeds United den dritten Tabellenrang, dabei hatte er 17 Saisonspiele bestritten. Als die Mannschaft im UEFA-Pokal 1971/72 in einem rein englischen Duell gegen die Wolverhampton Wanderers den Titel holte, kam er in vier Europapokalspielen zum Einsatz und gehörte bei beiden Finalspielen nicht zum Kader. In den Spielzeiten 1974/75 und 1975/76 konnte er sich mit 25 respektive 35 Saisoneinsätzen im erweiterten Stammspielerkreis etablieren.
Dennoch wechselte er im Herbst 1976 zum abstiegsbedrohten Ligarivalen Norwich City, mit dem er als Stammspieler am Ende der Spielzeit 1976/77 die Klasse hielt. Auch in den folgenden beiden Spielzeiten bestritt er jeweils über 30 Saisonspiele. Im Sommer 1979 wechselte er zu den Seattle Sounders in die North American Soccer League, ehe er nach einem Tor in 21 Spielen nach England zurückkehrte. Hier schloss er sich dem Londoner Zweitdivisionär West Ham United an. Als dieser durch einen Treffer von Trevor Brooking unter Trainer John Lyall im FA Cup 1979/80 das Finalspiel gegen den FC Arsenal gewann, gehörte er nicht zum Kader. In der Zweitligasaison 1980/81 gewann er an der Seite von Mannschaftskapitän Billy Bonds, Tormann Phil Parkes, Geoff Pike, Frank Lampard senior und Torschützenkönig David Cross mit dem Klub die Zweitligameisterschaft, zudem erreichte er das Finalspiel um den League Cup 1980/81. Dort wurde Rekordmeister FC Liverpool mit dem späten Ausgleichstreffer von Ray Stewart in der Verlängerung in ein Wiederholungsspiel getrieben. Dort setzte sich trotz früher Führung durch Paul Goddard der Liverpooler Klub mit einem 2:1-Erfolg durch. Nachdem Neighbour in der First Division vornehmlich als Ergänzungsspieler zum Zug gekommen war, verließ er im Winter 1982 auf Leihbasis den Klub und stand bis zum Sommer 1983 beim AFC Bournemouth im Kader. Nach seiner Rückkehr blieb er außen vor und wechselte zum Karriereausklang zum FC Cheshunt in den Non-League football.
Als Teil des Trainerteams des FC Wealdstone startete Neighbour im Januar 1987 in seine Trainerkarriere, ab dem Sommer war er beim FC Enfield als Assistent tätig. Im Oktober 1990 kehrte er zu West Ham United zurück, wo er in der Jugendarbeit tätig war. Nach einer kurzen Tätigkeit als Trainerassistent zwischen Oktober und Dezember 1994 bei den Doncaster Rovers kam er 1996 zu St Albans City, wo er zwei Jahre als Cheftrainer tätig war. 2002 kehrte er zu Tottenham Hotspur zurück, wo er ebenfalls Jugendtrainer tätig und für die U-17-Mannschaft des Klubs zuständig war. Daneben betrieb er ein Sportartikelgeschäft im Londoner Stadtteil Chingford.
Wenige Tage nach einer Hüftoperation erlag Neighbour im Frühjahr 2009 einem Herzinfarkt.[1]