Jimin Oh-Havenith
Jimin Oh-Havenith (* 27. Dezember 1960 in Seoul, Südkorea) ist eine koreanisch-deutsche Pianistin.
Leben
Sie erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Nach dem Besuch der Seouls Arts High School studierte sie Musik an der Seoul National University bei Jin-Woo Chung. 1980 kam sie nach Deutschland und studierte bei Aloys Kontarsky an der Musikhochschule Köln und schloss ihr Studium 1984 mit dem Diplom ab.
Bereits während des Studiums spielte sie Konzerte im In- und Ausland (u. a. Hongkong, Südkorea). Neben ihrer Konzerttätigkeit als Solistin trat sie als Klavierduo mit ihrem damaligen Ehemann, Raymund Havenith († 1993) auf, mit dem sie zahlreiche Rundfunk- (WDR, DLF, NDR, SWF) und Plattenaufnahmen einspielte.
Jimin Oh-Havenith lehrte an der Universität Mainz und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt am Main. Seit 2013 ist sie wieder als Solistin tätig und hat beim Label audite zahlreiche CDs eingespielt, die vielfach gelobt wurden[1][2][3][4][5][6][7].
Für ihr Album „wild | mild“ mit Robert Schumanns Carnaval, op. 9 und den Davidsbündlertänzen, op. 6 von 2024 wurde sie für den International Classical Music Award (ICMA) 2025 nominiert[8].
Diskografie
- Ulrich Leyendecker: Das Klavierwerk (mit Raymund Havenith). NDR, Musicaphon 1990 / 1999 (CD).
- Edvard Grieg: Klavierwerke von Wolfgang Amadeus Mozart mit frei hinzukomponierter Begleitung eines zweiten Klavieres. Klavierduo mit Raymund Havenith. Hessischer Rundfunk, Frankfurt am Main 1991, Musicaphon 1991, 2013.
- Frédéric Chopin und Louis Moreau Gottschalk: Klavierwerke, Musicaphon 2015.
- Frédéric Chopin, Sonate op. 35 b-moll, Ludwig van Beethoven, Sonate op. 111 c-moll, Musicaphon 2017.
- Johann Sebastian Bach, Goldberg-Variationen BWV 988, Musicaphon 2019.
- Franz Schubert, Sonate G-Dur D.894, Franz Liszt, Sonate h-moll, audite 2019.
- Ludwig van Beethoven, Sonate f-moll, op. 57 („Appassionata“), E-Dur, op. 109 und c-moll, op. 111, audite 2020.
- k[NOW]n Piano: Klaviermusik von Bach bis Pärt, audite 2021.
- Russian Piano|Forte – Meisterwerke russischer Klaviermusik. audite 2022.
- Robert Schumann, For Clara – Sonate fis-moll, op. 11, Fantasie C-Dur, op. 17, audite 2023.
- Robert Schumann, inSANE – Kreisleriana, op. 16, Humoreske, op. 20, audite 2023.
- Robert Schumann, wild | mild – Carnaval, op. 9, Davidsbündlertänze, op. 6, audite 2024 (nominiert für den International Classical Music Award (ICMA) 2025).
- Johannes Brahms, Solo Piano Works – Händel-Variationen, op. 24, Schumann-Variationen, op. 9, Variationen über ein eigenes Thema, op. 21,1, Chaconne aus der Partita Nr. 2 d-moll, Bearbeitung für Klavier, linke Hand, Vier Balladen, op. 10, Zwei Rhapsodien, op. 79, 16 Walzer, op. 39, Intermezzi (aus op. 76, op. 116, op. 117, op. 118 & op. 119), audite 2025.
Einzelnachweise
- ↑ Eric Langeveld: Schubert en Liszt herboren. In: Klassiek Centraal. 20. November 2019, archiviert vom am 14. April 2021; abgerufen am 4. April 2021 (niederländisch).
- ↑ Remy Franck: Jimin Oh-Havenith: Interessante Beethoven-Deutungen. In: Pizzicato. 14. Mai 2020, abgerufen am 4. April 2021.
- ↑ Jeremy Nicholas: Jimin Oh-Havenith: Russian Piano Forte. In: Gramophone. 15. Oktober 2020, abgerufen am 21. September 2025 (englisch).
- ↑ Ilaria Heindrich: Jimin Oh-Havenith Ein grenzenloser Raum. In: Crescendo. 19. März 2023, abgerufen am 21. September 2025.
- ↑ Miquel Cabruja: Jimin-Oh Havenith im Gespräch mit klassik.com. „Schumann ist so tiefgreifend, dass er den Herzensgrund erreicht“. In: klassik.com. 1. August 2023, abgerufen am 21. September 2025.
- ↑ Arnt Cobbers: Interview & Porträt "Kultur ist brutal". In: Fono Forum. 20. Dezember 2024, abgerufen am 21. September 2025.
- ↑ Jan Ritterstaedt: Rezension. In: Schumann-Journal. 20. Dezember 2024, abgerufen am 21. September 2025 (deutsch, englisch).
- ↑ 6(!) Nominierungen für ICMA 2025. In: audite.de. 18. November 2024, abgerufen am 21. September 2025.