Jens Wernicke

Jens Wernicke (* 1977) ist ein deutscher Journalist sowie Autor verschwörungsideologischer und Querfront-Publikationen. Er verantwortete das Interviewformat der NachDenkSeiten und gründete das Onlinemagazin Rubikon, heute Manova, mit dem er nicht mehr verbunden ist.

Leben

Wernicke erhielt eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation und studierte Kulturwissenschaft in Weimar.[1] Er arbeitete als GEW-Gewerkschaftssekretär und war später zeitweilig wissenschaftlicher Referent der hessischen Fraktion der Partei Die Linke. Wernicke verantwortete mehrere Jahre das Interviewformat der NachDenkSeiten. Er arbeitete für das Forschungsinstitut von Daniele Ganser als freier Mitarbeiter.[2]

Später arbeitete er als Autor, freier Journalist und gründete 2017 Rubikon, das „Magazin für die kritische Masse“.[2]

Seit dem Namenswechsel zu Manova 2023 ist Wernicke nicht mehr Chefredakteur und Gesellschafter des Magazins.

Schriften (Auswahl)

Monografien
  • Hochschule im historischen Prozess. Zum Verhältnis von Universitätsentwicklung, Klassengesellschaft und Macht. AStA der Freien Universität, Berlin 2009, ISBN 978-3-926522-32-0, OCLC 320539447.
  • Lügen die Medien? Propaganda, Rudeljournalismus und der Kampf um die öffentliche Meinung. Interviewband. Westend-Verlag, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-86489-188-5.[3]
  • mit Marcus Klöckner: »Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen«. Das Corona-Unrecht und seine Täter. Rubikon, München 2022, ISBN 978-3-96789-034-1, OCLC 1485601258 (mit einem Geleitwort von Ulrike Guérot).
Herausgeberschaften
  • mit Michael Brodowski, Rita Herwig: Denkanstöße. Wider die neoliberale Zurichtung von Bildung, Hochschule und Wissenschaft. Lit, Münster [u. a.] 2005, ISBN 3-8258-8732-4.
  • mit Torsten Bultmann: Netzwerk der Macht - Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus Gütersloh. BdWi-Verlag, Marburg 2007, ISBN 978-3-939864-02-8.
  • mit Ullrich Mies: Fassadendemokratie und tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter. Promedia, Wien 2017, ISBN 978-3-85371-425-6.
  • mit Kerstin Chavent, Isabelle Krötsch, Elisa Gratias: Nur Mut! Wenn wir uns ändern, verändert das die Welt. Anthologie. Rubikon, Mainz 2019, ISBN 978-3-96789-004-4, OCLC 1353600775.

Einzelnachweise

  1. Vita, Jens Wernicke in Institut für Medienverantwortung
  2. a b Rubikon. Abgerufen am 9. Oktober 2025.
  3. Martin Kutscha: Wie objektiv sind unsere Medien? Besprechung von Lügen die Medien? In: Vorgänge. Band 56, Nr. 3 (219), 2017, S. 128–130 (humanistische-union.de).