Jeannette Bayisenge
Jeannette Bayisenge (* 1977[1]) ist eine ruandische Politikerin mit einem Fokus auf Frauenpolitik. Sie war unter anderem von 2018 bis 2020 Vorsitzende des National Women’s Council (NWC), von 2020 bis 2023 „Ministerin für Gleichstellungs- und Familienförderung“ (Minister of Gender and Family Promotion) und von 2023 bis 2024 „Ministerin für öffentlichen Dienst und Arbeit“ (Minister of Public Service and Labour).
Leben und Karriere
Bayisenge besitzt einen Bachelorabschluss in Sozialarbeit von der National University of Rwanda, einen Masterabschluss in Entwicklungszusammenarbeit mit Spezialisierung auf Frauen und Entwicklung von der Ewha Womans University in Seoul, Südkorea, und einen Doktortitel in Sozialarbeit mit Schwerpunkt Genderfragen von der Universität Göteborg in Schweden.[1][2]
Ab Mai 2004 arbeitete Bayisenge als Direktorin des Centre for Gender Studies und als außerordentliche Professorin für Gender Studies am College of Arts and Social Sciences (CASS) der University of Rwanda. Von Juni 2018 bis Februar 2020 war sie zudem Vorsitzende des National Women’s Council (NWC), der frauenpolitische Interessen in Ruanda vertritt.[2] Im Februar 2020 wurde Bayisenge als Nachfolgerin von Solina Nyirahabimana zur „Ministerin für Gleichstellungs- und Familienförderung“ (Minister of Gender and Family Promotion) ernannt.[3] Ihre Tätigkeiten als Ministerin konzentrierten sich auf die Förderung der Rechte und die Stärkung der Rolle der Frau, die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Familien.[1] Am 22. August 2023 übernahm im Rahmen mehrerer Kabinettsumbesetzungen Valentine Uwamariya das Ministeramt, während Bayisenge zur „Ministerin für öffentlichen Dienst und Arbeit“ (Minister of Public Service and Labour) als Nachfolgerin von Fanfan Rwanyindo Kayirangwa ernannt wurde. Das Amt führte sie bis Juni 2024 aus.[4][5] Ihre Nachfolgerin wurde die bisherige Umweltministerin Jeanne d’Arc Mujawamariya.[6]
Bayisenge war darüber hinaus im Laufe ihrer Karriere in verschiedenen ruandischen Räten und Behörden tätig. So war sie beispielsweise Vorsitzende des Stadtrats von Kigali und des Distrikts Gasabo, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats der Local Administrative Entities Development Agency (LODA) sowie Vorstandsmitglied der National Identification Agency (NIDA).[2]
Bayisenge ist Mutter dreier Kinder.[1]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Rwandan minister: Roots for gender equality are planted in politics. In: japannews.yomiuri.co.jp. Yomiuri Shinbun, 30. März 2022, abgerufen am 31. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Collins Mwai: Kagame reshuffles cabinet, overhauls Health and Education Ministries. The New Times, 27. Februar 2020, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Handover Ceremony of New Minister of MIFOTRA Honorable Prof. Byaisenge Jeannette. Ministry of Public Service and Labour, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Edwin Ashimwe: CABINET RESHUFFLE: Youthful ministers take up more slots in govt. The New Times, 22. August 2023, abgerufen am 28. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Moise M. Bahati: Labour minister Mujawamariya dismissed. The New Times, 25. Juli 2024, abgerufen am 31. Dezember 2025 (englisch).