Janusz Krasoń

Janusz Mirosław Krasoń (* 15. November 1956 in Jawor) ist ein polnischer Politiker (SLD) und ehemaliger Arbeitsinspektor. Er war von 2001 bis 2011 Abgeordneter des Sejm in der IV., V. und VI. Wahlperiode.

Leben und Beruf

1979 machte er einen Abschluss an der Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Breslau. In den Jahren 1983 bis 1990 arbeitete er als Vizedirektor der Abteilung für Jugend, Sport und Tourismus am Woiwodschaftsamt in Breslau. Von 1997 bis 2001 gehörte er dem Aufsichtsrat von Radio Breslau an.

Politik

Von 1975 bis 1983 war er Mitglied des Polnischen Sozialistischen Studentenbunds (Socjalistyczny Związek Studentów Polskich) und von 1983 bis 1989 Mitglied des Polnischen Sozialistischen Jugendverbands (Związek Socjalistycznej Młodzieży Polskiej), bei dem er Führungsfunktionen auf Regional- und Landesebene ausfüllte. Von 1979 bis 1990 war er Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR), seit 1998 ist er Mitglied der Socjaldemokracja Rzeczypospolitej Polskiej (SdRP) und 1999 wechselte er zum Sojusz Lewicy Demokratycznej (SLD). Er war Vorsitzender des Woiwodschaftsvorstandes des SLD in der Woiwodschaft Niederschlesien in den Jahren 2002 bis 2011.

Bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 wurde er in den Stadtrat von Breslau gewählt, dem er bis 2001 angehörte. Bei den Parlamentswahlen 2001[1] und 2005[2] errang er ein Abgeordnetenmandat im Sejm über die Liste des SLD. 2007 wurde er über die Liste des Wahlbündnisses Linke und Demokraten (LiD), an dem sich die SLD beteiligt hatte, mit 21.490 Stimmen für den Wahlkreis Breslau erneut in den Sejm gewählt.[3] Er war Mitglied der Sejm Kommissionen für Staatliche Kontrolle und Verteidigung. Am 22. April 2008 wurde er Mitglied der Fraktion Lewica. Bei der Parlamentswahl 2011 verfehlte er die Wiederwahl, da die SLD im Wahlkreis kein Mandat mehr erhielt.[4] Bei den Selbstverwaltungswahlen 2014 kandidierte er erfolglos für den niederschlesischen Sejmik.[5]

Ehrungen

Einzelnachweise

  1. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. Januar 2026.
  2. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. Januar 2026.
  3. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. Januar 2026.
  4. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. Januar 2026.
  5. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 14. Januar 2026.
  6. Verleihnachricht in Monitor Polski 2000, Nr. 2, S. 75.