Janko Polić Kamov
Janko Polić Kamov (* 17. November 1886 in Sušak, heute ein Stadtteil von Rijeka, Kroatien, † 8. August 1910 in Barcelona, Spanien) war ein kroatischer Dichter, Erzähler, Essayist, Reiseschriftsteller, Literaturkritiker, Publizist, Übersetzer und Dramatiker. Er gilt als einer der größten Schriftsteller Kroatiens.
Leben
Janko Polić Kamov wurde 1886 in Sušak geboren, heute ein Stadtteil von Rijeka, als dreizehntes von vierzehn Kindern einer begüterten Familie, die der obersten Gesellschaftsschicht angehörte. Die Mutter, Gemma Polić, war eine geborene Gerbaz (1847–1906)[2] und stammte aus einer reichen, angesehenen Patrizierfamilie. Der Vater, Ante Polić (1838–1905)[3], kam aus bescheidenen Verhältnissen. Die Familie zog später nach Zagreb.[4]
Janko wurde 1893 in Sušak eingeschult und wechselte 1897 bis 1901 ins dortige Gymnasium. Schon als Kind nutzte er die umfangreiche Bibliothek des Vaters, las beispielsweise als Sechsjähruiger Smičiklas’ zweibändige Geschichte Kroatiens (Poviest Hrvatska, 1879 und 1882),[5] brachte als Achtjähriger mit seinen Brüdern eine familieninterne Literaturzeitschrift heraus: Soko, list za zabavu i pouku, za godinu 1899 (Der Held, Zeitschrift für Unterhaltung und Belehrung auf das Jahr 1899),[6] beteiligte sich an Theateraufführungen im Familienkreis und schrieb im Stil von August Harambašić erste Gedichte. Zunächst nationalistisch, erzkatholisch und konservativ eingestellt, gründete er im Oktober 1900 im Keller des Gymnasiums mit Josip Baričević, Mijo Radošević, Josip Moretti Zajc und Mato Malinar die kurzlebige anarchistische Gruppe Cef, die literarisch wie politisch den Aufstand probte -- mit Waffengewalt sollte eine Revolution angestoßen und mit Dynamit und Bomben ganz Kroatien in die Luft gejagt werden. Radošević schrieb 1910 in seinem Nachruf auf Kamov:
„Janko übernahm die Rolle des Organisators und Politikers, wollte angeblich über die Beziehungen seines Vaters Kontakt mit Auslandskroaten in Amerika aufnehmen. Dort wollten wir Waffen organisieren, mit denen wir anschließend einen Aufstand, eine Revolte provozieren wollten. Ganz Kroatien sollte mit Dynamit in ein revolutionäres, blutiges Chaos gebombt werden. Der Druck der pro-Khuenschen, militärischen Disziplin im Gymnasium spiegelte sich also in seiner Seele im revolutionär-zerstörerischen Licht wie bei Kvaternik -- die Pression bedeutete Energie, Hyperenergie, unbeugsame junge Männer in halsbrecherischer, aufständischer Aktion. Kvaternik war unser Idol, Gržanićs Stiefel uns heilig. Freiheit für Kroatien war das Leben, unser Leben bedeutungslos, winzg klein.“
Janko Polić, seit seiner Abwendung von Kroatien, Kirche und Konservativen auf Krawall gebürstet, flog mehrfach von der Schule, erst vom Gymnasium in Sušak, dann vom ultraklerikal ausgerichteten Internat Ožegovićianum in Senj, das seinen anarchistisch-rebellischen Geist noch mehr aufstachelte, und schließlich 1903 vom Gymnasium Classicum Zagrabiense, diesmal weil er an Demonstrationen gegen den Statthalter Ungarns in Kroatien, Károly Khuen-Héderváry, teilgenommen hatte und dafür zu drei Monaten Haft verurteilt wurde. Im Gefängnis soll er sich mit Stjepan Radić angefreundet haben. 1904 zog er, ohne der Familie etwas davon zu sagen, als Souffleur und Nebendarsteller mit einem Tourneetheater durch Dalmatien, Bosnien, Montenegro und Slawonien. Im Gefängnis hatte er Alkohol und Zigaretten kennengelernt und konsumierte beides auf dieser Reise exzessiv. 1905 war er wieder in Zagreb, trank und rauchte weiter, las viel und arbeitete ab 1906 an seinem Roman Isušena kaljuža. Im gleichen Jahr hatte er eine schwere Lungenentzündung. 1907 ließ er die Lyrikbände Psovka (Der Fluch) und Ištipana hartija (Zerdrücktes Papier) sowie zwei Theaterstücke Na rođenoj grudi (Auf der eigenen Scholle) und Tragedija mozgova (Tragödie der Gehirne) auf eigene Kosten drucken. Er fand eine Möglichkeit, als externer Mitarbeiter Artikel in einer Zeitung zu veröffentlichen, und reiste ins Ausland. Zunächst besuchte er in Venedig seinen Bruder Milutin (1883–1908), der seit 1906 seine musikalische Ausbildung am Konservatorium Benedetto Marcello vervollkommnen wollte, reiste anschließend durch Italien, finanziert von unregelmäßigen Honoraren für seine Artikel, vor allem aber von seinem älteren Bruder Vladimir ud seinen Onkeln mütterlicherseits, den Eigentümern einer international vertretenen Reederei Fratelli Gerbaz.[8]
Als Reaktion auf Kritik an seinen Texten legte er sich den Beinamen Kamov zu, eine Anspielung auf den biblischen Ham, der seinen nackten, weil betrunkenen Vater Noah in aller Ruhe betrachtete und nicht zudeckte und dafür vom Vater verflucht wurde. Er schreibt seinem Bruder Vladimir am 10. Februar 1907:
„Der Name Kamov ist für mich also literarisches Programm - nicht anders als für dich "fortschrittliche Volkspartei".“
1907 war er in Rom, Turin, Genua, Florenz und Marseille, die Sommermonate verbrachte er jeweils in Punat auf Krk. Er ging viel in Bibliotheken, Opern, Theater, Konzerte und Museen, schrieb das Drama Čovječanstvo (Menschheit), las sich in Psychologie und Soziologie ein, klagte aber über Schmerzen in Lunge, Augen und Fingern. 1909 lag er einige Zeit in Zagreb im Krankenhaus. Ein Jahr später beendete er Mamino srce (Mamas Herzblatt) und fuhr anschließend über Genua und Marseille nach Barcelona. Spanien im Allgemeinen zog ihn mit seiner Industrie, seinem Handel, dem politischen Leben, dem kulturellen Pluralismus, mit Kontrasten, Unruhen und Massenbewegungen an, Barcelona im Besonderen mit Malerei und seiner Literaturszene. 1910, wenige Tage vor seinem Tod, berichtete er seinem Bruder Vladimir von gastrointestinalen Beschwerden. Seinen letzten Artikel, Klin se klinom zabija (Godišnjica Srpanjske revolucije), also in etwa Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil (Zum Jahrestag der Tragischen Woche), schickte er am 3. August 1910; veröffentlicht wurde er in Pokret Nr. 8 und 9.[10]
In der Familie gab es zahlreiche Todesfälle: Der Vater starb an metastasierendem Lippenkrebs, die Mutter erlitt einen Herzinfarkt, mehrere der vierzehn Geschwister erlagen der Tuberkulose. Nur wenige erreichten ein höheres Alter, darunter Nikola, sein jüngster Bruder.[3] Den langsamen Tod seiner Schwester Milka und das qualvolle Sterben von Milutin, aber auch den Tod von Vater und Mutter hat Kamov in seinen Texten verarbeitet.
Janko Polić starb am 8. August 1910[11] im Krankenhaus Santa Cruz (kat. Hospital de la Santa Creu) in Barcelona. Er wurde namenlos auf dem öffentlichen Friedhof Sud-Este begraben.
„Er war mit der Unzufriedenste, Unglücklichste unserer jungen Menschen. Auf der Flucht vor der Heimat tötete ihn die Fremde. Unsere Gesellschaft in unseren engen Verhältnissen langweilten ihn, und in seiner letzten "Tragödie des Gehirns" verbürgte er sich dafür, dass die Menschen jenseits der Grenze den Hiesigen gleich sind, dass Armut überall schwer ist und du nicht einmal in Spanien deinem Feind entgehst - dir selbst. Polić Kamov ist es schließlich doch gelungen, vor sich selbst zu fliehen. Er tat, was er auch hier hätte tun können. Er starb. Die Not brachte ihn um, wie den Bohémien und Maler Račić in Paris. Die Literatur brachte ihn um ... Als junger kroatischer Don Quichote der Poesie und des freien Denkens starb er im Land des authentischen Herrn Quichote …“
Sein Nachlass wird im Kroatischen Institut für Literatur, Theater und Musik (Zavod za povijest hrvatske književnosti, kazališta i glazbe, HAZU), im Kroatischen Staatsarchiv, der Nationalbibliothek (allesamt in Zagreb), der Stadtbibliothek von Crikvenica (Nachlass Vinko Antić) sowie im Državni Arhiv Rijeka (Nachlass J. Božić) aufbewahrt.
Werke
Janko Polić Kamovs Werk fällt in die Zeit des kroatischen Aufbruchs in die Moderne, gehört aber zu keiner der beiden Hauptströmungen: Weder vertrat er die Position des l'art pour l'art mit ihrem Primat des Ästhetischen noch verfolgte er ein gesellschaftlich-handlungsorientiertes Programm mit aufklärerischen Absichten. Kamov ist eine anarchische Erscheinung und eine der umstrittensten Figuren der neueren kroatischen Literatur.
Lyrik
Janko Polić Kamov lässt sich gemäß der grundlegenden Dichotomie Natur/Kultur betrachten, so wie er sie in seinem besten Werk, dem Roman Isušena kaljuža (Austrocknen) und in Briefen an seinen Bruder Vladimir präzisierte, um so Kultur und Lebensweise seiner Zeitgenossen mit all ihren Eigenarten vom Sockel zu stoßen. Im poetischen Diskurs Psovka (1905 geschrieben, 1907 veröffentlicht),[13] spricht er aus der Natur heraus, dem Instinkt, aus dem Wesen der Dinge, Situationen, menschlichen Verhältnisse, beziehungsweise den ursprünglichen Merkmalen der Lyrizität, weniger aus der Kultur im Sinn ästhetischer Normen à la Antun Gustav Matoš. Lexik und Syntax verraten andere Motive und Themen, genauer eine andere Interpretation der Themen, verglichen mit den geläufigen Strömungen in der kroatischen Moderne. 1907, im Gedichtband Ištipana hartija, nutzte er eine geordnetere, regelkonformere Ausdrucksweise und gebundene Sprache, eine insgesamt eher der Norm entsprechende Komposition und öffnete sich thematisch. Insgesamt blieb seine Poetik jedoch Baudelaires Ästhetik des Hässlichen, der rohen Triebe und des anarchistischen Widerspruchs verpflichtet. Kamov war ein explizit antiaufklärerischer, antirationalistischer Schriftsteller, der für die individuelle, körperliche, persönliche Erfahrung plädierte. 1914 wurden fünf seiner Gedichte Preludij, Pjesma nad pjesmama, Ledeni blud, Ridanje jedne bludnice, P.S. in den Sammelband Hrvatska mlada lirika (Junge kroatische Lyrik) aufgenommen.[14]
Prosa
Kamovs Prosa kennzeichnen intellektuelle Debatten,[15] feuilletonistische Elemente und analytische Kommentare. In den Farcen (wie er seine Novellen selbst nennt) zelebrierte er kalte Analysen, die er bis ins Groteske trieb und zu desillusionierten Äußerungen. Kamov nannte seine Novellen und Sottien psychologische Karikaturen, ordnete sie im Genre "Satiren menschlicher Seelen" ein, dem freie Motivassoziationen, stilistische Zügellosigkeit und Übertreibungen angemessen seien, und legte den Akzent auf die kleinen materiellen Dinge, die psychologisch wichtig werden.
Dramen
Mit seinen Theaterstücken stellte sich Kamov offen in die Tradition des radikalen europäischen Individualismus (Max Stirner, Friedrich Nietzsche, Henrik Ibsen). Unzucht und Alkoholmissbrauch sah er nicht nur in Bordellen und Kneipen, sondern in der Familie. Alles in Kroatien erschien ihm infektiös, morsch, verlogen und selbstzerstörerisch. Im Privaten, in den Wohnräumen erkannte er alle Spielarten der Laster: Es werde getrunken, bis zur Bewusstlosigkeit gesoffen, bis die Gläser zu Bruch gingen, so manches Neugeborene umgebracht, Inzest betrieben, homoerotischen Neigungen nachgegeben werde.
Roman
Isušena kaljuža (dt. Austrocknen, geschrieben zwischen 1906 und 1909, erstveröffentlicht 1956) ist eine eigentümliche Synthese von Kamovs literarischen Bestrebungen, sowohl in Bezug auf Schreibtechnik als auch hinsichtlich der Thematik. Der Roman handelt von der existenziellen, ontologischen und historischen Erfahrung und den "pulverisierten" Verbindungen in einer Gesellschaft, die sich immer mehr entfremdet, deren Wertehierarchie wankt, in der sich die Persönlichkeit auflöst bei dem verrückten, destruktiven Versuch, eine gesündere, andere und originelle Szene zu schaffen - plus Leben und Arbeit und Literatur (die Hauptfigur ist Schriftsteller). Er orientiert sich hin zur subjektiven Sensibilität der auseinanderfallenden bürgerlichen Persönlichkeit und einem freudianisch dezentrierten Ich, vermittelt ein zerbrochenes, chaotisches Bild von ihr. In diesem Zusammenhang setzt Kamov an die Stelle der realistisch-naturalistischen Schreibtechnik das psychoanalytische Eintauchen in unterbewusste, antiheroische Landschaften. Das Werk antizipiert so gesehen die Errungenschaften von Lawrence, Joyce' oder Proust – auch wenn es nicht ihr Niveau künstlerischer Vollkommenheit erreicht. Célines Nihilismus und misanthropischer Radikalismus standen Kamov besonders nah. Janko Polić Kamov gehört unbedingt zur kroatischen Avantgarde, insbesondere in den schulbildenden Teilen des Avantgarde-Paradigmas: Aktivismus, Antagonismus, Nihilismus, Agonismus, Widerstand gegen bestehende Strukturen, antihierarchischer Impuls, Antiästhetizismus. Auf der Ebene von Grundgedanken und Konzeption ist Kamovs Roman mit seinen hybriden, stilistischen "Unsauberkeiten" und der radikalen Abkehr vom erstarrten ästhetischen Kanon revolutionär. Mit ihm beginnt im Vollsinn des Wortes die kroatische literarische Avantgarde. Ein Ausschnitt aus dem Roman wurde am 27. April 1956 in der Zeitschrift Globus veröffentlicht, zusammen mit einem Interview unter dem Titel Nepoznati Kamov, Razgovor s urednikom, književnikom Dragutinom Tadijanovićem (Der unbekannte Kamov, Ein Gespräch mit dem Herausgeber und Schriftsteller Dragutin Tadijanović).[16]
„Kamovs Roman Austrocknen, von dem Vladimir Čerina sagt, in diesem Werk sei Janko Polić literarisch am authentischsten, ein Buch, dessen Erscheinen unvermittelt gestoppt und durch Zensur verhindert wurde, eine Prosa, die Professoren wie Franje Fanceva bei Prüfungen zum Verhängnis wurde, ein avantgardistischer Stoff, der als Manuskript Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Hände der kroatischen kulturellen Elite wanderte, ein einmaliges kroatisches, ja, europäisches Unikum, das zwischen der kroatischen Schriftstellervereinigung, der Universitäts- und Nationalbibliothek zirkulierte und ein halbes Jahrhundert lang um das Urteil der kulturellen Öffentlichkeit betrogen wurden - erst mit der Person und dem persönlichen wissenschaftlichen wie poetischen Einsatz von Dragutin Tadijanović wurde es endlich für den Druck vorbereitet, unterstützt insbesondere von einigen Intellektuellen aus Rijeka. Seither ist die kroatische Literatur nicht mehr dieselbe!“
Isušena kaljuža erschien schließlich 1957 als Band 2 der Sabrana Djela (Gesammelte Werke) von Janko Polić Kamov, redigiert von Dragutin Tadijanović, veröffentlicht vom Verlag Otokar Keršovani, Rijeka.
Rezeption
In Kroatien wird Kamov als Avantgardeschriftsteller gefeiert, der seiner Zeit voraus gewesen sei. So nennt der Literaturhistoriker Jakov Ivaštinović den Roman Isušena kaljuža (dt. Austrocknen) einen Vorläufer von Joyces Ulysses, Huxleys Point Counter Point (Kontrapunkt des Lebens), Sartres La Naussee (Der Ekel) und Miroslav Krležas Roman Na rubu pameti (Ohne mich. Eine einsame Revolution) sowie dessen Theaterstück Gospoda Glembajevi (Die Glembays). Krleža pflegte offenbar ein ambivalentes Verhältnis zu Kamov: Er widmete ihm seine 1919 erschienene Erzählung Hodorlahomor Veliki, strich die Widmung jedoch bereits 1923.[18] Und er tat alles, um die Veröffentlichung von Isušena kaljuža zu verhindern, obwohl er von Kamovs Roman für Ohne mich den Ich-Erzähler sowie die Verwendung realer Ereignisse übernahm.[19]
In seinem Nachwort zur deutschen Übersetzung von Isušena kaljuža bestreitet Miljenko Jergović diese Einordnung als Vorläufer der literarischen Avantgarde:
„Kamov fehle bei aller sprachlichen Wucht "die Einbildungskraft und Besonnenheit im Denken und Schreiben" und, wichtiger noch: "die Tradition einer soliden narrativen Form", so dass man nicht sicher sein könne, ob sich Austrocknen überhaupt mit Sinn und Verstand lesen lässt. Kamov ist in der kroatischen Literatur ein Mythos, mit dem wir uns beweisen, dass ausgerechnet wir Kroaten die literarische Avantgarde erfunden und Joyce, Svevo, Sartre ... von unseren Vorleistungen profitiert hätten.“
Werke
- Psovka, Eigenverlag, gedruckt von Tiskara i litografija Mile Maravića, Zagreb, 1907
- La Bestemmia psovka. A cura di Rosalba Asìno. Prefazione di Fedora Ferluga-Petronio. Campanotto, Pasian di Prato, 2005. ISBN 978-88-456-0715-8
- Blasfemia, ins Katalanische übersetzt von Pau Sanchis Ferrer, Edicions 96, La Pobla Llarga, 2011, ISBN 978-84-92763-65-8
- The Curse, ins Englische übersetzt von Martin Mayhew, Modernist nakladništvo, Varaždin, 2020, ISBN 978-953-7281-65-6.
- Ištipana hartija, Eigenverlag, gedruckt von Tiskara i litografija Mile Maravića, Zagreb, 1907.
- Knjiga lakrdija (Das Buch der Possen), Novellen, 1908.
- Iznakaženi (Die Entstellten, in nur zwei Tagen geschrieben, am 17. und 18. Dezember 1904)[21]
- Tragedija mozgova: tri scene (Tragödie der Gehirne: Drei Szenen), Eigenverlag, gedruckt von Tiskara i litografija Mile Maravića. Zagreb, 1907.
- Na rođenoj grudi: dramatizovana studija Eigenverlag, gedruckt von Tiskara i litografija Mile Maravića. Zagreb, 1907.
- Samostanske drame (Klosterdramen), 1908
- Orgije monaha (Orgie der Mönche)
- Djevica (Jungfrau)
- Čovječanstvo (Menschheit), 1908.
- Mamino srce (Mamas Herzblatt), 1910.
- Ćaskanja (Plaudereien), Izdanje knjižare G. Trbojevića, Rijeka, 1914 (Reprint Fortuna, Strmec Samoborski, 2015)
- Novele i eseji, Izdanje Hrvatske književne naklade neovisnih književnika, Zagreb, 1938.
- Sabrana djela Janka Polića Kamova, Bd. 1–4, Hg. Dragutin Tadijanović, Verlag Otokar Keršovani, Rijeka, 1956–1958[22] (2. Aufl. 1984, 3. Aufl. 2000).
- Bd. 1: Pjesme, novele i lakrdije, 1956
- Bd. 2: Isušena Kaljuža, 1957
- Bd. 3: Drame, 1957
- Bd. 4: Članci i feljtoni i pisma, 1958
- Pjesme, novele, drame, eseji, Pet stoljeća hrvatske književnosti, knj. 83, Matica hrvatska – Zora, Zagreb, 1968.
- Isušena kaljuža, Konzor, Zagreb, 1997; Hrvatsko kulturno društvo HUM, Mostar, 2000; Matica hrvatska, Zagreb, 2003; Večernji list, Zagreb, 2004, und weitere Ausgaben
- La Palude Disseccata, traduzione e cura di Rosalba Asìno. Campanotto, Pasian di Prato, 2009, ISBN 978-88-456-1120-9
- Austrocknen. Roman, aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert. Guggolz Verlag, Berlin, 2024.
- Pobunjeni pjesnik, Konzor, Zagreb, 1997.
- Selected Short Stories and Poems, Centar društvenih djelatnosti mladih - Nakladni zavod Matice hrvatske, Rijeka - Zagreb, 1997.
- Pjesme i novele, Croatica, Riječ, Vinkovci, 1997.
- Pjesme i novele, Hg. Cvjetko Milanja, Privlačica, Vinkovci, 1998.
- Pjesme i novele, Hg. Dragica Dujmović-Markusi, Divič, Zagreb, 2004.
- Izabrana djela, I.: Pjesme, lakrdije i novele, Bd. 92, 2007.; II.: [Roman, drame, članci i feljtoni, pisma], Bd. 131, 2016.; Stoljeća hrvatske književnosti, Matica hrvatska, Zagreb.
- Tragedija mozgova: tri scene, Biblioteka Parnas. Niz književnost, Matica hrvatska, Zagreb, 2007.
- Zwischen Fluch und Toleranz: ausgewählte Kurzgeschichten und Novellen, Udruga građana Rival, Rijeka, 2009.
- Ispovijest heroja naših dana, Šareni dućan, Koprivnica, 2010.
- Darmošlap, Runa, Prag, 2012 (Pjesme, novele und lakrdije übersetzt ins Tschechische).
- Psovka i maštarije, Mozaik knjiga, Zagreb, 2014.
- Ištipana hartija, Što čitaš?, Zagreb, 2014.
- Farces & Novellas, CreateSpace, 2018, (enthält Kamovs Texte Brada, Selo, Žena, Katastrofa, Odijelo, Potres, Stjenica, Ispovijest, Ecce homo!, Žalost, Sloboda und Bitanga, ins Engl. übersetzt von Martin Mayhew, auch als E-Book)
- Farces & Novellas, Modernist nakladništvo, Varaždin, 2020.[23]
Ehrungen
- 1946: In Rijeka wird eine Straße nach Kamov benannt, Ulica Janka Polića Kamova.[24]
- 1970/71: In Rijeka erscheint eine Zeitschrift unter dem Titel Kamov (Chefredakteur Nedjeljko Fabrio)
- 2000: In Rijeka wird auf der Brücke über die Rječina ein Bronzestandbild zu Ehren Janko Polić Kamovs aufgestellt (von Zvonimir Kamenar)
- 2001-2010 erscheint in Rijeka die Zeitschrift Novi Kamov (Chefredakteur Ljubomir Stefanović)
- 2000: Janko Polić Kamov ili vitez crne psovke (Janko Polić Kamov oder der Ritter der schwarzen Flüche, Dokumentarfilm, 40 Min.; der dritte Film der Reihe Patristika fluminensia), Drehbuch Gorana Ježića, Regie Bernardin Modrić.[25]
- 2006: Auf Krk, Punat, Stari klanac 1, wird eine Gedenktafel angebracht, die an seine wiederholten sommerlichen Aufenthalte dort erinnert.[26]
- 2007: An dem Wohnhaus in Zagreb, Jurišićevoj 18, in dem Kamov Isušena kaljuža schrieb, wird eine Gedenktafel angebracht.[27]
- 2010: Erscheint eine Briefmarke in der Reihe Znameniti Hrvati (Berühmte Kroaten) mit seinem Bild.[28]
- 2010: Das Kroatische Nationaltheater Rijeka veranstaltet das KamovFest mit Gesprächen am runden Tisch, Theater- und Ballettaufführungen, Lesungen und Lyrikperformance.[29]
- 2011: Wird das Kamov Residency Programme in Rijeka ins Leben gerufen.
- 2014: Die Vereinigung kroatischer Autoren ruft den Kamov-Preis für das beste Werk in kroatischer Sprache in den Sparten Prosa, Poesie und Drama ins Leben.[30]
- 2016: Eine Replik des Denkmals in Rijeka wird in Barcelona im Park des Hospital de la Santa Creu i Sant Pau aufgestellt.
Literatur
- Darko Gašparović, Kamov, Adamić - Philosophische Fakultät Rijeka, Rijeka, 2005, ISBN 978-953-219-251-3
- Tomislav Brlek, Tvrdi tekst. Uvid i nevid moderne hrvatske književnosti. Zaprešić: Fraktura 2020, ISBN 978-953-358-306-8, S. 11–110
- Uglješa Kisć: Gorčine i katarze (život i djelo Janka Polića Kamova). Sarajevo: Veselin Masleča 1985
- Marija Brida: Misaonost Janka Polića Kamova. Rijeka: Izdavački centar Rijeka 1993, ISBN 953-6066-04-1
- Mladen Urem: Janko Polić Kamov, Dora Maar i hrvatska avangarda. Rijeka: Rival 2006, ISBN 953-6700-06-9
Weblinks
- Sehr gut recherchierte und dokumentierte Seite über Kamovs Leben und Werk, bereitgestellt vom Kulturamt der Stadt Rijeka https://www.kamov.hr/ (abgerufen am 27. Juli 2025, kroatisch)
- LZMK / Hrvatska enciklopedija: Polić Kamov, Janko (kroatisch)
- LZMK / Proleksis enciklopedija: Polić Kamov, Janko (kroatisch)
- LZMK / Hrvatski obiteljski leksikon: Polić Kamov, Janko (kroatisch)
- LZMK / Hrvatski biografski leksikon: Polić Kamov, Janko, Martina Kokolari, 2015 (abgerufen am 27. Juli 2025, kroatisch)
- Janko Polić Kamov, Članci i feljtoni — Pisma, https://lektire.skole.hr/autor/janko-polic-kamov/ (abgerufen am 27. Juli 2025, kroatisch)
- YouTube - Janko Polić Kamov ili Vitez crne psovke, Regisseur Bernardin Modrić, Istra film, HRT, 2000 (kroatisch).
Einzelnachweise
- ↑ Janko Polić Kamov: Zwischen Fluch und Toleranz. Ausgewählte Kurzgeschichten und Novellen. Mit Einleitungen von Mladen Machiedo, Darko Gasparović und Mladen Urem. Aus dem Kroatischen von Igor Simonić. Rijeka 2009, ISBN 978-953-6700-21-9, S. 45.
- ↑ Gemma Giovanna Polić. 22. Februar 2024, abgerufen am 15. März 2025.
- ↑ a b Mladen Urem, Milan Zagorac: Janko Polić Kamov & njegovo i naše doba: priručnik za čitanje Kamova 100 godina poslije. Izdavački centar Rijeka, 2010, ISBN 978-953-6939-64-0 (google.hr [abgerufen am 27. März 2025]).
- ↑ Kamov – otkriveno još jedno zrnce iz nepovrata. Abgerufen am 27. März 2025 (kroatisch).
- ↑ Igor Žic, Deset biografskih sličica iz povijesti Rijeke, Janko Polić Kamov, prokletnik s Pećina, str. 92., Književna Rijeka 1-2, 2017., pristupljeno 14. siječnja 2019.
- ↑ Ervin Dubrović, Moralizator Polić i anarhist Kamov, Sušačka revija, br. 60, 2007., klub-susacana.hr, pristupljeno 7. svibnja 2019.
- ↑ Janko Polić Kamov i Dora Maar. Abgerufen am 27. März 2025 (kroatisch).
- ↑ Mladen Urem: Janko Polić Kamov und die europäische Avantgarde, aus dem Kroatischen übersetzt von Igor Simonić. In: Akzente. Band 54, Nr. 4/6. Hanser, 2007, ISSN 0002-3957, S. 377.
- ↑ Janko Polić Kamov: Članci, Feljtoni i Pisma. In: Dragutin Tadijanović (Hrsg.): Sabrana Djela Janka Polića Kamova. Band 4. Otokar Keršovani - Rijeka, Opatija 1984, S. 269.
- ↑ Kr 1 2 2017 by Vedrana S. Štefanić. 11. Juli 2017, abgerufen am 27. März 2025 (englisch).
- ↑ Miljenko Jergović: Janko Polić Kamov und die Zukunft der Fantasie. Nachwort zu Janko Polić Kamov: Austrocknen. Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert. Berlin: Guggolz 2024, S. 459
- ↑ Antun Gustav Matoš, zitiert nach Kim Cuculić: Legendarni Matoš – čelist, novinar, literat, polemičar: Legendarni Matoš - čelist, novinar, literat, polemičar. 16. März 2014, abgerufen am 27. März 2025 (englisch).
- ↑ Janko Polić Kamov: PSOVKA In: ffzg.unizg.hr
- ↑ Ivo Andrić, Julije Benešić u. a.: Hrvatska mlada lirika: Ivo Andrić [et al.] Uredjuje za Odbor nakladnoga fonda D.H.K. u Zagrebu Julije Benešić. Hrsg.: Ljubo Wiesner. Društvo Hrvatskih Književnika (Gesellschaft kroatischer Schriftsteller), Zagreb 1914 (archive.org [abgerufen am 26. März 2025]).
- ↑ Kordić, S. (1995). JEDAN TIP REČENICE U NOVELAMA JANKA POLIĆ KAMOVA. FLUMINENSIA, 7 (2), 85-92. hier als PDF, abgerufen am 27. März 2025
- ↑ Tatjana Stupin Lukašević, Kamov i Tadija, Književna Rijeka, broj 4, godište XVIII., zima 2013., str. 116.-117., pristupljeno 14. travnja 2019.
- ↑ Tatjana Stupin Lukašević: Kamov i Tadija. In: Književna Rijeka : KR ; časopis za književnost i književne prosudbe. Band 18, Nr. 4, 2013, ISSN 1331-0607, S. 117 (slavistik-portal.de [abgerufen am 27. März 2025]).
- ↑ Krleža nije plagijator jer je bio previše talentiran i radišan. Abgerufen am 27. März 2025 (kroatisch).
- ↑ Igor Žic, Deset biografskih sličica iz povijesti Rijeke, Janko Polić Kamov, prokletnik s Pećina, str. 94.-95., Književna Rijeka 1-2, 2017., pristupljeno 20. siječnja 2019.
- ↑ Miljenko Jergović: Janko Polić Kamov und die Zukunft der Fantasie. Nachwort zu Janko Polić Kamov: Austrocknen. Guggolz, Berlin 2024, ISBN 978-3-945370-44-5, S. 474, 479.
- ↑ Darko Gašparović, Kamov i kazalište
- ↑ Janko Polić Kamov – sabrana djela, martinmayhew.com, 29. April 2016, aufgerufem am 27. März 2025.
- ↑ Varaždinska izdavačka kuća i Martin Mayhew preveli riječkog pisca: Kamov i u knjigama na engleskom, novilist.hr, pristupljeno 24. studenoga 2021.
- ↑ Ulice grada Rijeke, Grad Rijeka, pristupljeno 7. svibnja 2019.
- ↑ Janko Polić Kamov ili vitez crne psovke HRT1 (kroatisch)
- ↑ Mladen Urem, Tri ljubavi Janka Polića Kamova, Sušačka revija, br. 61, 2008., klub-susacana.hr, pristupljeno 18. studenoga 2017.
- ↑ Zagreb: u Jurišićevoj 18 postavljena spomen-ploča Kamovu, Totalportal.hr, ezadar.rtl.hr, 18. studenoga 2007., pristupljeno 18. studenoga 2017.
- ↑ Pregled poštanskih maraka: Znameniti Hrvati - Janko Polić Kamov, posta.hr, pristupljeno 14. siječnja 2019.
- ↑ Tatjana Sandalj, Kamovfest, Sušačka revija, br. 70-71, 2010., klub-susacana.hr, pristupljeno 7. svibnja 2019.
- ↑ Natječaj - Nagrada Janko Polić Kamov