Jan von Rzeszów

Jan von Rzeszów, auch Jan Rzeszowski (* um 1411 in Rzeszów; † 1488 in Krakau, Polen-Litauen), war von 1469 bis 1471 Großkronschatzmeister, Verwalter der Königsgüter, Salzgraf von Krakau und von 1471 bis 1488 Bischof von Krakau sowie Beichtvater des polnischen Königs Kasimir IV. Andreas. Seine Familie war Teil der Wappengemeinschaft Półkozic.

Leben

Jan studierte an der Krakauer Akademie und verweilte am Hof von König Władysław III. von Polen und Ungarn. Mit diesem ging er nach Ungarn und nahm 1444 an der Schlacht bei Warna teil. Nach dem Tod des Königs kehrte er nach Polen zurück. 1453 erhielt er die geistigen Weihen und erhielt als Domherr seine ersten Pfründe in Krakau, Przemyśl, und Sandomierz. 1464 repräsentierte er das Krakauer Bistum auf der Synode von Łęczyca. 1471 wurde er zum Bischof von Krakau ernannt. 1472 stiftete er das Krakauer Paulinerkloster und 1481 das Bernhardinerinnenkloster Stradom. Als erster Krakauer Bischof nutzte er ab 1484 den Titel Herzog von Sewierz. An die Wawel-Kathedrale baute er die Margaretenkapelle aus sowie die Heilig-Kreuz-Kapelle. In letzterer wurde er nach seinem Tod beigesetzt. Er war ein Mäzen und Auftraggeber von Veit Stoß während dessen Krakauer Zeit.

Siehe auch

Literatur

  • Marceli Kosman: Między tronem a ołtarzem. Poznań 2000, ISBN 83-7272-017-7 (polnisch).
  • Ludwik Łętowski: Katalog biskupów, prałatów i kanoników krakowskich. Band 2, Kraków 1852, S. 32–35 (polnisch).
  • Krzysztof Prokop: Poczet biskupów krakowskich. Kraków 1999, S. 111 (polnisch).
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VorgängerAmtNachfolger
Jan LutekBischof von Krakau
1471–1488
Friedrich Jagiello