Jan Wężyk

Jan Wężyk (* 1575 in Wola Wężykowa; † 1638 in Łowicz) war Königlicher Sekretär sowie von 1619 bis 1624 Bischof von Przemyśl, von 1624 bis 1627 Bischof von Posen und von 1627 bis 1638 Erzbischof von Gnesen und Primas Poloniae, in dieser Eigenschaft auch Interrex in den Jahren 1632–1633. Sein Geschlecht gehörte der Wappengemeinschaft Wąż an.

Leben

Jan Wężyk studierte zunächst bei den Jesuiten in Kalisz, später an der Krakauer Akademie, in Padua und Rom, wo er den Doktor beider Rechte erwarb. Nach seiner Rückkehr nach Polen-Litauen erwarb er Domherr und Abt Pfründe in Lublin, Krakau, Sandomierz, Warschau und Mogiła (Kloster Mogiła). Am Königshof von Sigismund III. Wasa stieg er zum Königlichen Schreiber auf. 1619 wurde er zum Bischof von Przemyśl, wo er den Protestanten mehrere Kirchen abnahm. 1624 wurde er als Bischof nach Posen versetzt und stieg schließlich 1627 zum Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen auf. Nach dem Tod König Sigismund III. Wasa 1632 wurde er Interrex, bis im Folgejahr dessen Sohn Władysław IV. Wasa zum König gewählt wurde. Jan Wężyk gab seine Stimme für den neuen König ab und krönte diesen und seine Ehefrau Cäcilia Renata Habsburg in der Wawel-Kathedrale. Für den neuen König unterzeichnete er auch die Pacta conventa.

Er verstarb im Schloss Łowicz und wurde in der Kathedrale von Łowicz beigesetzt.

Siehe auch

Literatur

  • Władysław Abraham, Organizacja Kościoła w Polsce do połowy wieku XII, Lwów 1890, S. 83 (polnisch).
  • Kazimierz Śmigiel: Słownik biograficzny arcybiskupów gnieźnieńskich i prymasów Polski, Wydawn. WBP, 2002 (polnisch).
  • Marceli Kosman, Między tronem a ołtarzem, Poznań, 2000, ISBN 83-7272-017-7. (polnisch).
  • Wojciech Krawczuk, Pisarze kancelarii koronnych Zygmunta III Wazy, w: Studia Historyczne, 1993, r. XXXVI, z. 2, S. 162. (polnisch).
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VorgängerAmtNachfolger
Stanisław SiecińskiBischof von Przemyśl
1619–1624
Achacy Grochowski
Andrzej OpalińskiBischof von Posen
1624–1627
Maciej Łubieński
Henryk FirlejErzbischof von Gnesen
1627–1638
Jan Lipski