Jan Przerębski
Jan Przerębski (* um 1519; † 1562 in Łowicz) war Unterkronkanzler, Königlicher Sekretär und Großkronsekretär sowie gewählter Bischof von Chełm und von 1559 bis 1562 Erzbischof von Gnesen und Primas Poloniae. Sein Geschlecht gehörte der Wappengemeinschaft Nowina an. Sein Vater Jakub Przerębski war Kastellan von Sieradz. Seine Onkel waren der Hofkronmarschall Stanisław Maciejowski und der Bischof Samuel Maciejowski.
Leben
Jan Przerębski studierte an der Krakauer Akademie und in Padua. Nach seiner Rückkehr nach Polen-Litauen bekleidete er mehrere geistige Ämter in Krakau und Konary. 1551 stieg er zum Königlichen Sekretär von König Sigismund II. August auf. 1553 wurde er zusammen mit Mikołaj Radziwiłł Czarny an den Kaiserhof nach Wien entstand, um den Ehevertrag des Königs mit Katharina Habsburg auszuhandeln. 1556 kam es zwischen ihm und der Königinmutter Bona Sforza zu einem Zerwürfnis. 1557 wurde er zum Bischof von Chełm ernannt, trat dieses Amt jedoch nicht an. 1558 stieg er zum Erzbischof von Gnesen und zum Primas von Polen auf. 1559 wurde er erneut an den Wiener Hof gesandt, um den Nachlass von Bona Sforza zu regeln, sowie zwischen dem Kaiser und Johann Zápolya zu vermitteln. Er war ein Befürworter der Gegenreformation und berief hierzu 1561 eine Synode in Warschau ein, der Reformen der katholischen Kirche in Polen-Litauen beriet. In Skierniewice berief er eine Schule ein, für die er den Humanisten Benedykt Herbest gewinnen konnte. Er plante die Gründung einer Universität in Gnesen. 1562 verstarb er jedoch unerwartet auf dem Schloss der Gnesner Erzbischöfe in Łowicz und wurde in der Kathedrale von Łowicz beigesetzt.
Siehe auch
Literatur
- Władysław Abraham: Organizacja Kościoła w Polsce do połowy wieku XII. Lwów 1890, S. 83 (polnisch).
- Kazimierz Śmigiel: Słownik biograficzny arcybiskupów gnieźnieńskich i prymasów Polski. Wydawn. WBP, 2002 (polnisch).
- Wojciech Kętrzyński: Studyja nad dokumentami XII wieku, Roczniki Akademii Umiejętności. Lwów 1891 (polnisch).
- Marceli Kosman: Między tronem a ołtarzem. Poznań 2000, ISBN 83-7272-017-7. (polnisch).
Weblinks
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Nikolaus Dzierzgowski | Erzbischof von Gnesen 1559–1562 | Jakub Uchański |