Jan Konarski (Bischof)

Jan Konarski auch Jan von Konary (* 1447 in Konary; † 1525 in Krakau, Polen-Litauen) war von 1503 bis 1524 Bischof von Krakau. Seine Familie war Teil der Wappengemeinschaft Abdank. Der Kastellan Andrzej Konarski z Konar war sein Bruder.

Leben

Jan studierte an der Krakauer Akademie und verweilte am Hof von König Kasimir IV. Andreas. Unter dessen Sohn Kardinal Friedrich Jagiello stieg er zum Verwalter der bischöflichen Besitzungen und zum engen Berater des Königs auf. 1494 erhielt er seine ersten Pfründe als Domherr von Krakau. 1496 wurde er zum Prediger in der Michaelskirche auf dem Wawel. Er war Unterzeichner der Union von Mielnik 1501, der Verfassung Nihil Novi 1505 sowie der Wahl Königs Sigismund des Alten 1506. Bereits 1503 wurde er als Bischof von Krakau Nachfolger von Friedrich Jagiello. In den bischöflichen Besitztümern ließ er zahlreiche Kirchen und Schlösser restaurieren oder neu errichten. Als Kunstmäzen förderte er unter anderem Michael Lancz aus Kitzingen, den er zu seinem Hofmaler machte. Als Grabstätte ließ er für sich die Konarski-Kapelle an der Wawel-Kathedrale errichten, für die Lancz den Altar schuf. Er stiftete auch das Triptychon von Bodzentyn und das Triptychon von Kobylin. Schwer erkrankt verzichtete er kurz vor seinem Tod auf das Bischofsamt, das er 1524 dem Bischof von Posen Piotr Tomicki überließ.

Siehe auch

Literatur

  • Marceli Kosman: Między tronem a ołtarzem. Poznań 2000, ISBN 83-7272-017-7 (polnisch).
  • Ludwik Łętowski: Katalog biskupów, prałatów i kanoników krakowskich. Kraków 1852 (polnisch).
  • Krzysztof Prokop: Poczet biskupów krakowskich. Kraków 1999
VorgängerAmtNachfolger
Friedrich JagielloBischof von Krakau
1503–1524
Piotr Tomicki