Jan Dziedziczak
Jan Michał Dziedziczak (* 3. August 1981 in Warschau) ist ein polnischer Politiker (PiS). Er ist seit 2007 Abgeordneter des Sejm in der VI., VII., VIII., IX. und X. Wahlperiode.[1] Er war Pressesprecher der Regierung Jarosław Kaczyński und von 2015 bis 2018 Staatssekretär im Außenministerium[2] und von 2019 bis 2023 Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten.
Leben und Beruf
Jan Dziedziczak schloss 2007 das Studium an der Fakultät für Journalistik und Politikwissenschaften der Universität Warschau ab. Er war während seines Studiums in der studentischen Selbstverwaltung des Instituts für Politikwissenschaften der Universität Warschau aktiv. 2005 war er Stipendiat der japanischen Regierung und der Universität der Vereinten Nationen in Tokio. Im Rahmen dieses Stipendiums machte er einen Kurs in Informationspolitik in den Medien im öffentlichen Fernsehen von Japan, Australien und Neuseeland. Er war Mitglied des Aufsichtsrats einer der Warschauer Organisationen der Kolumbusritter.[3] Von 2016 bis 2023 war er Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung „Hilfe für Polen im Osten“.
Politik
Er war als Presse-Assistent des Vorsitzenden der Partei Prawo i Sprawiedliwość (PiS) Jarosław Kaczyński für die Gestaltung seines Medienimages verantwortlich. Vom 14. Juli 2006 bis zum 4. November 2007 war er Pressesprecher der Regierung Kaczyński. Bei den Parlamentswahlen 2007 wurde er mit 24.809 Stimmen über die Liste der PiS für den Wahlkreis 36 Kalisz in den Sejm gewählt.[4] Bei der Parlamentswahl 2011 wiedergewählt.[5] In der VII. Wahlperiode war er Mitglied der Sejm-Kommissionen für Kultur und Medien sowie für die Beziehungen zur Polonia. Nachdem er auch 2015 wiedergewählt worden war,[6] wurde er zum Staatssekretär im Außenministerium ernannt. Er war für die Beziehungen zur Polonia, für konsularische und parlamentarische Angelegenheiten, für die Öffentlichkeitsarbeit und die auswärtige Kulturpolitik zuständig.[7] Im April 2018 schied er aus dem Amt aus.[8] Während seine Kandidatur bei der Europawahl 2019 erfolglos blieb,[9] wurde er bei der Parlamentswahl im selben Jahr erneut in den Sejm gewählt.[10] Im Anschluss wurde er zum Staatssekretär in der Kanzlei des Ministerpräsidenten und Regierungsbeauftragten für die Belange der Polonia ernannt. Bei der Parlamentswahl 2023 wurde er zwar wiederum in den Sejm gewählt,[11] verlor aber wegen des Regierungswechsels sein Amt als Staatssekretär. Seit 2024 gehört er dem Exekutivkomitee der PiS an.[12]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Wybory do Sejmu i Senatu Rzeczypospolitej Polskiej w 2023 r. Abgerufen am 28. Januar 2025 (polnisch).
- ↑ Andrzej Papierz nowym wiceszefem MSZ. Abgerufen am 28. Januar 2025 (polnisch).
- ↑ „Polacy z amerykańskiego zakonu“ auf www.polityka.pl, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ „Jan Dziedziczak nowym wiceministrem w MSZ“ auf msz.gov.pl, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ „Andrzej Papierz nowym wiceszefem MSZ“ auf wydarzenia.interia.pl, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. November 2025.
- ↑ „Znamy skład Komitetu Wykonawczego PiS“ auf wydarzenia.interia.pl, abgerufen am 6. November 2025.