Jan Aleksander Lipski

Jan Aleksander Lipski (* 1690 in Olszyna, Polen-Litauen; † 1746 in Kielce) war Unterkronkanzler und Herzog von Siewierz sowie von 1731 bis 1736 Bischof von Luzk, von 1732 bis 1746 Bischof von Krakau und Kardinal ab 1737. Das Geschlecht der Lipski war Teil der Wappengemeinschaft Grabie. Er war Träger des Orden des Weißen Adlers.

Leben

Jan Aleksander Lipski studierte in Paris und Rom, wo er 1717 Doktor beider Rechte wurde. 1719 empfing er die Priesterweihen. Nach seiner Rückkehr nach Polen-Litauen wurde er Kanzler des Erzbischofs von Gnesen. 1724 wurde er Unterkronkanzler und Vorsitzender des Krontribunals. Er war Parteigänger von König August dem Starken, der in mehrmals zu diplomatischen Missionen zwischen Warschau und Dresden schickte. 1731 wurde er Bischof von Luzk und stieg 1732 zum Bischof von Krakau auf. Nach dem Tod des Königs unterstützte er 1733 dessen Sohn August III. bei der Wahl zum polnisch-litauischen König. Er hat dessen Pacta conventa gegengezeichnet. 1734 krönte er in der Wawel-Kathedrale August III. und Maria Josepha Habsburg zum polnisch-litauischen König bzw. Königin. 1735 stellte er sich im Polnischen Thronfolgekrieg auf die Seite der königstreuen Konföderation von Warschau. 1737 unterzeichnete er in Wschowa das Konkordat mit dem Heiligen Stuhl. Dank der Unterstützung von August III. wurde er im gleichen Jahr zum Kardinal ernannt. Papst Clemens XII. bot ihm den Bischofsstuhl des Erzbistums Gnesen und das Amt des Primas Poloniae an. Lipiski schlug jedoch aus. In seiner Diözese war er ein bedeutender Kunstmäzen. Er förderte unter anderem Francesco Placidi. Er vollendete die Barockisierung der Wawel-Kathedrale und die Restaurierung des Wawel-Schlosses. Nach seinem Tod wurde er in der Wawel-Kathedrale in der Lipski-Kapelle beigesetzt.

Siehe auch

Literatur

  • Marceli Kosman: Między tronem a ołtarzem. Poznań 2000, ISBN 83-7272-017-7 (polnisch).
  • Krzysztof Rafał Prokop: Sylwetki biskupów łuckich. Biały Dunajec: Ostróg : "Wołanie z Wołynia", 2001. ISBN 83-911918-7-7 (polnisch).
  • Piotr Nitecki: Biskupi Kościoła w Polsce w latach 965–1999. Słownik biograficzny, wyd. II, popr. i uzupeł., Warszawa 2000, k. 51. ISBN 83-211-1311-7 (polnisch).
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VorgängerAmtNachfolger
Stefan Bogusław RupniewskiBischof von Luzk
1731–1736
Andrzej Stanisław Załuski
Konstanty Felicjan SzaniawskiBischof von Krakau
1732–1746
Andrzej Stanisław Załuski