Jan-Phillipp Weisswange

Jan-Phillipp Weisswange (* 20. Juni 1972 in Tübingen) ist ein deutscher Autor mit den Schwerpunkten Infanterie, Spezialkräfte und Handwaffen. Er promovierte zur deutschen Sicherheitspolitik in den 1990er Jahren, ist Oberstleutnant der Reserve und seit 2015 stellvertretender Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Rheinmetall.

Leben

Weisswange ist Sohn eines Facharztes für Radiologie sowie einer Medizinisch-Technischen Assistentin und hat zwei jüngere Brüder. Er wuchs im Taunus auf, besuchte in Bad Homburg vor der Höhe von 1978 bis 1982 die Grundschule Ketteler-Francke-Schule im Ortsteil Kirdorf und von 1982 bis 1991 das altsprachliche Kaiserin-Friedrich-Gymnasium, wo er das Abitur absolvierte. Er besitzt das große Latinum und das Graecum.

Von Juli 1991 bis Juni 1993 war Weissange Soldat in der Bundeswehr, zunächst als Grundwehrdienstleistender, dann als Reserveoffizieranwärter (Soldat auf Zeit) in der Laufbahn der Offiziere des Truppendienstes der Reserve im Panzeraufklärungsbataillon 2 in Hessisch Lichtenau. Nach zahlreichen Wehrübungen in der Panzeraufklärungstruppe, später Heeresaufklärungstruppe, mit Verwendungen in der Truppe, in Stäben, im Bundesministerium der Verteidigung (Presse- und Informationsstab 1, Führungsstab der Streitkräfte III 1 (Militärpolitische Grundlagen), Führungszentrum der Bundeswehr (Zivil-militärische Zusammenarbeit/Humanitäre Hilfe)) bei AFCENT der NATO in Brunssum (Übung Cooperative Guard 99) und an der Infanterieschule (Einweisungslehrgang VN-Aufgaben) wurde er zum Oberstleutnant der Reserve ernannt und ist als stellvertretender Bataillonskommandeur beordert.

Weisswange studierte Politikwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte sowie öffentliches Recht an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und belegte Veranstaltungen in Islamwissenschaft. Das Studium schloss er mit dem Magister Artium ab. Er war Junior Fellow am Zentrum für Europäische Integrationsforschung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und absolvierte Praktika bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der politischen Nachrichtenredaktion sowie der Stiftung Wissenschaft und Politik in der Forschungsgruppe III. Er promovierte Ende 2003 bei Ludger Kühnhardt mit einer Dissertation mit dem Titel Der sicherheitspolitische Entwicklungsprozeß der Bundesrepublik Deutschland 1990 – 2002: neue Orientierungen einer euro-atlantischen Sicherheitskultur zum Dr. phil.

Von März 2000 bis März 2002 war Weisswange Volontär beim Paul Parey Zeitschriftenverlag in Singhofen, wo er für die Waffen-Zeitschrift Visier arbeitete, später beim Vogt-Schild in Bad Ems. Von September 2004 bis September 2015 war er beim Report Verlag, später Mittler und dann E. S. Mittler & Sohn, Autor für die Zeitschriften Strategie & Technik, später Europäische Sicherheit & Technik. Seit Oktober 2015 ist er stellvertretender Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Rheinmetall sowie daneben weiterhin als Autor selbständig sowie für E. S. Mittler & Sohn tätig.

Weisswange publiziert regelmäßig in Soldat und Technik, Europäische Sicherheit & Technik sowie in Visier und hat den Blog Strategie und Technik.[1] Er ist Verfasser des Soldaten-Handbuchs Der Reibert.

2025 wurde Weisswange vom Prmagazin zum besten Pressesprecher der deutschen Rüstungsindustrie ausgezeichnet.[2]

Schriften

  • Der Reibert: das Handbuch für die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr : Heer, Luftwaffe, Marine, Cyber- und Informationsraum, Unterstützungsbereich. Mittler, Hamburg 2024, ISBN 978-3-8132-1120-7.
  • Konzepte - Ketten-, Rad- und Kleinfahrzeuge - Kampfkraftmultiplikatoren. VS Medien, Bad Ems 2018, ISBN 978-3-944196-31-2.
  • Bluebirds: German Federal Police Air Support. GeraMond, München 2015, ISBN 978-3-7654-7392-0.
  • GSG 9: die Spezialeinheit der Bundespolizei – Speerspitze gegen Terrorismus. S. Ka., Nürnberg 2017, ISBN 978-3-9815795-4-3.
  • Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen der Bundeswehr: Geschichte, Taktik, Technik. 2. überarb. u. erw. Auflage. Mittler, Hamburg, Berlin u. Bonn 2014, ISBN 978-3-8132-0951-8.
  • Der sicherheitspolitische Entwicklungsprozeß der Bundesrepublik Deutschland 1990 – 2002: neue Orientierungen einer euro-atlantischen Sicherheitskultur. Freiburg im Breisgau 2004, urn:nbn:de:bsz:25-opus-11444 (Dissertation; S. 273 f. Lebenslauf).

Einzelnachweise

  1. Soldat & Technik. Abgerufen am 24. November 2025.
  2. Nicht medientüchtig. In: prmagazin.de. Oktober 2025, abgerufen am 24. November 2025.