James Murphy (Politiker)
James Edward Murphy (* 28. Dezember 1887 im County Louth, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland; † 7. Oktober 1961) war ein irischer Politiker der Sinn Féin, der Cumann na nGaedheal und der Fine Gael. Er war von 1921 bis 1937 Teachta Dála (Abgeordneter) im Dáil Éireann, dem irischen Unterhaus, und von 1954 bis 1957 Mitglied des Seanad Éireann, des irischen Oberhauses.
Biografie
Murphy war Textilhändler. Er kandidierte erstmals bei den Wahlen 1921 für die Sinn Féin im Wahlkreis Louth–Meath und wurde in den Dáil gewählt. Er gehörte zu den Befürwortern des anglo-irischen Vertrages und konnte seinen Sitz bei den 1922 verteidigen. Ab den Wahlen 1923 kandidierte er für die Cumann na nGaedheal im Wahlkreis Louth und konnte den gewonnenen Sitz lange verteidigen. Bei den Wahlen im Juni und September 1927, 1932 und 1933 wurde er jeweils wiedergewählt. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Mitgliedern der Cumann na nGaedheal trat er der Fine Gael nach der Vereinigung mit der National Centre Party bei. Allerdings verlor er seinen Sitz im Dáil bei den Wahlen 1937. Er soll noch einmal bei den 1957 für die Irish Labour Party angetreten sein, verpasste jedoch die notwendige Stimmenzahl, um in den Dáil einzuziehen.[1] Während seiner Zeit als Abgeordneter in den 1930er Jahren wurde er nach Berlin zu einer Konferenz, die durch die NSDAP veranstaltet wurde, eingeladen, auf der er antisemitische Äußerungen zu Protokoll gab.[2] Von 1942 bis 1943 war er Grand Knight der Knights of Saint Columbanus.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Electionsireland.org: James Murphy
- ↑ Jack Traynor: General Eoin O'Duffy: The Political Life of an Irish Firebrand. McFarland & Co, Jefferson, North Carolina (USA) 2024, S. 142–143.