Jakob von Żnin

Jakob von Żnin (* 11. Jahrhundert; † 1148) war spätestens ab 1036 bis 1148 Erzbischof von Gnesen.

Leben

Es wird angenommen, dass Jakob von Żnin in Frankreich die Rechte und Theologie studiert hat. 1124 war er, möglicherweise selbst als (Erz)Bischof, in Gnesen Gastgeber von Bischof Otto von Bamberg. In Rom erwirkte er 1136 die päpstliche Bulle Ex commisso nobis, mit der die polnische Kirche von dem Erzbistum Magdeburg unabhängig wurde. Nach dem Tod von Herzog Bolesław III. Schiefmund war er dessen Testamentsvollstrecker und beaufsichtigte die Aufteilung des Herzogtums Polen unter die Söhne Bolesławs. Während des folgenden Bruderkrieges ergriff er Partei für die jüngeren Söhne und nahm 1141 an deren Zusammenkunft in Łęczyca teil. 1145 organisierte er eine Zusammenkunft der jüngeren Brüder in Gnesen. 1145 exkommunizierte er den Seniorherzog Władysław II., das später zu dessen Vertreibung aus Schlesien führte. 1140 begann er den Bau des Kollegiatstifts von Tum, das er den Augustiner-Chorherren übergab, und schuf zwei neue Diözesen mit dem Bistum Lebus und dem Bistum Włocławek. Ihm werden die Lieder Magna voce laus sonora und Tempore illo zugeschrieben. Er ist wahrscheinlich 1148 verstorben. 1149 wird er bereits als verstorben von Papst Eugen III. erwähnt.

Siehe auch

Literatur

  • Władysław Abraham, Organizacja Kościoła w Polsce do połowy wieku XII, Lwów 1890, S. 83 (polnisch).
  • Kazimierz Śmigiel: Słownik biograficzny arcybiskupów gnieźnieńskich i prymasów Polski, Wydawn. WBP, 2002 (polnisch).
  • Wojciech Kętrzyński: Studyja nad dokumentami XII wieku, Roczniki Akademii Umiejętności, Lwów 1891 (polnisch).
  • Antoni Gąsiorowski, Jerzy Topolski [red.]: Wielkopolski Słownik Biograficzny. Warszawa-Poznań: Państwowe Wydawnictwo Naukowe, 1981, S. 278. ISBN 83-01-02722-3 (polnisch).
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VorgängerAmtNachfolger
MartinErzbischof von Gnesen
1124–1148
Johann Gryfita