Jakob Thavonat
Jakob (von) Thavonat († 27. Januar 1665) war ein österreichischer Jurist, Geheimrat und Regimentskanzler von Niederösterreich.
Leben
Jakob Thavonat stammte aus dem Adelsgeschlecht Thavonat, mit Stammsitz in Tavon im mittleren Nonstal. Er war eines von acht Kindern des Richters von Castelfondo und Doktor der Rechte Albert Thavonat de Thavon († um 1645; begraben auf dem Friedhof in Fondo) und dessen Ehefrau Magdalena geb. Concin. 1629 verließ er Tirol und zog nach Wien. 1632 studierte er an der Universität Wien, worauf er zum Doktor der Rechte promovierte und zum Professor für Kirchenrecht ernannt wurde. 1634 erfolgte seine Aufnahme in die Juridische Fakultät. 1655 wirkte er an der Universität Wien als Rektor. 1656 war er Dekan an der Juridischen Fakultät. Jakob Thavonat besaß die Güter Rutzendorf und Sachsengang, 1659 im Wert von 80.000 Gulden. Folglich wurde er unter die Landstände Österreichs unter der Enns aufgenommen. Seit 1661 diente er Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich als Geheimrat. Nach dem Tode des Erzherzogs ernannte ihn Kaiser Leopold I. 1663 zum niederösterreichischen Regimentskanzler. Jakob Thavonat starb 1665.
Familie
Jakob Thavonat war mit NN von Lalshofen verheiratet. Seine Söhne waren:[1]
- Ludwig Albert Freiherr von Thavonat († 1719), k. k. Hofkammerrat und ungarischer Oberstkammergraf, Geheimrat, ⚭ NN Gräfin Jakustitz
- Ferdinand Ignaz Freiherr von Thavonat († 8. Juli 1726), k. k. Hofkammer- und Deputationsrat, Wohltäter
- Jakob Leopold Freiherr von Thavonat, (⚔ 1696 vor Peterwardein), Oberst und Regimentskommandant, ⚭ Maria von Linderstor
Literatur
- Adolf Matthias Hildebrandt: Ritter von Thavonat. In: J. Siebmachers grosses und allgemeines Wappenbuch: Der Kärntner Adel. 4. Band, 8. Abteilung. Bauer und Raspe, Nürnberg 1879, S. 211.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser. Julius Perthes, Gotha 1912, S. 807.